Praktische Tipps zur Durchführung der Fahrerunterweisung nach UVV

Um die Arbeitssicherheit im Fuhrpark zu gewährleisten, ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, seine Mitarbeiter im Umgang mit Dienstfahrzeugen zu unterweisen und Maßnahmen zur Unfallverhütung zu ergreifen. Ein Bestandteil dieser Maßnahmen ist die Fahrerunterweisung nach UVV. Diese Unterweisung sollte mindestens einmal im Jahr stattfinden. Wir haben praktische Tipps zur Durchführung der Fahrerunterweisung aufbereitet.

Die Durchführung der Fahrerunterweisung nach UVV ist für Arbeitgeber gesetzlich verpflichtend. Rechtsgrundlagen hierfür sind § 12 ArbSchG, § 12 BetrSichV, § 4 DGUV Vorschrift 1 sowie § 35 DGUV Vorschrift 70. Wird eine Fahrerunterweisung nicht durchgeführt, drohen im Schadensfall rechtliche Konsequenzen.

Im Rahmen der Fahrerunterweisung ist zwischen der Ersteinweisung und der Folgeunterweisung zu unterscheiden. Bei der Ersteinweisung handelt es sich um eine fahrzeugspezifische Einweisung in das Dienstfahrzeug, die bei der Übergabe des Fahrzeugs einmalig stattfindet. Diese Einweisung übernimmt in der Regel der ausliefernde Autohändler oder eine verantwortliche Person im Fuhrpark. Die Übergabe und Ersteinweisung wird in einem Protokoll dokumentiert.

Nach der Ersteinweisung muss mindestens einmal pro Jahr eine Fahrerunterweisung erfolgen.

Laden Sie hier unser kostenloses Merkblatt rund um die Fahrerunterweisung  herunter - mit Tipps zur Durchführung!

Präsenzveranstaltung vs. digitale Lösung

Die Art der Durchführung der Fahrerunterweisung nach UVV ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Hier kann zwischen Präsenzveranstaltungen und digitalen Lösungen unterschieden werden.

Manuelle Fahrerunterweisungen in Präsenzveranstaltungen:

Bei der manuellen Fahrerunterweisung im Rahmen von Präsenzveranstaltungen sind folgende Schritte durchzuführen:

  1. Organisation des Unterweisungstermins und der Räumlichkeiten
  2. Erstellung einer Teilnehmerliste
  3. Vorbereitung der Unterweisung auf Basis der aktuellen gesetzlichen Regelungen
  4. Versand der Einladungen zur Unterweisung an die Fahrer
  5. Durchführung der Unterweisung vor Ort
  6. Dokumentation der Unterweisung für jeden Fahrer
  7. Archivierung der Dokumentation
  8. Erstellung einer Wiedervorlage für das nächste Jahr für jeden Fahrer

Kosten von Präsenzveranstaltungen

Eine Fahrerunterweisung im Rahmen von Präsenzveranstaltungen ist mit Zeitaufwand und damit Kosten verbunden: Auf Seiten des Fuhrparkmanagements entsteht Zeitaufwand für die Organisation, die Vorbereitung und Durchführung sowie die Dokumentation. Auch auf Seiten der Fahrer entsteht Zeitaufwand – nicht nur für die Schulung selbst, sondern unter Umständen auch für An- und Abreise. In Einzelfällen können Kosten für Räumlichkeiten hinzukommen.

Zusätzlich kann es schwierig sein, alle Dienstwagenfahrer zu einem bestimmten Termin am Schulungsort zu versammeln. Dies führt dazu, dass ggf. mehrere Schulungstermine angeboten werden, die weitere Kapazitäten im Fuhrparkmanagement binden.


Digitale Lösungen zur Fahrerunterweisung:

Entscheiden Sie sich für eine digitale Lösung, profitieren Sie auch von deren Vorteile. Ein möglicher Ablauf bei einer Fahrerunterweisung mit E-Learning-Tool kann so aussehen:

  1. Automatisierte Einladung der Fahrer über das zugrundeliegende System
  2. Durchführung durch den Fahrer über seinen PC
  3. Automatisierte Dokumentation der Unterweisung im zugrundeliegenden System

Mit einer elektronischen Fahrerunterweisung gestalten Sie Ihre Prozesse im Fuhrparkmanagement somit langfristig effizient und minimieren den Aufwand für die Organisation, Durchführung und Dokumentation der gesetzlich verpflichtenden Unterweisung.

E-Learning-Systeme, wie das von LapID, setzen auf interaktive Inhalte unterstützt durch Tonspur und Videos. Es handelt sich um kurze Lektionen und einen Abschlusstest zur Verständnisprüfung. Der Zeitaufwand für die Unterweisung beträgt 20-40 Minuten und kann von jedem PC mit Internetanschluss aus durchgeführt werden. Außerdem müssen Sie sich nicht mehr selbst mit der Aufbereitung der  Lerninhalte befassen. Im E-Learning-System stehen immer die aktuellsten und relevantesten Inhalte, die für die Unterweisung von Dienstwagenfahrern notwendig sind, zur Verfügung.

Bei LapID kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Sie können die Fahrerunterweisung mit der ebenfalls verpflichtenden Führerscheinkontrolle in einem System und aus einer Hand kombinieren.

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