Das Wichtigste zur Fahrerunterweisung nach UVV auf einen Blick

Die Fahrerunterweisung nach UVV ist ein wesentlicher Bestandteil des Flottenmanagements und eine Aufgabe des Fuhrparkmanagers. Jedes Unternehmen, das seinen Mitarbeitern einen Dienstwagen zur Verfügung stellt, ist gleichzeitig dazu verpflichtet, diese im Umgang mit dem Fahrzeug zu unterweisen. In unserem Beitrag verschaffen wir Ihnen einen Überblick, warum die Fahrerunterweisung so wichtig ist, welche rechtlichen Grundlagen es hierfür gibt und welche Konsequenzen eine Nichterfüllung hat.

Die Fahrerunterweisung nach UVV

Inhalt:

Unterschiede: Unterweisung, Betriebsanweisung und Betriebsvereinbarung

Ganz zu Beginn stellt sich die Frage, worin überhaupt der Unterschied zwischen Unterweisungen, Betriebsanweisungen und Betriebsvereinbarungen besteht. All diese Regelungen sind Anforderungen an Unternehmen, die auf verschiedenen Gesetzen und Verordnungen basieren. Unterweisungen und Betriebsanweisungen sind beispielsweise im Arbeitsschutzgesetz geregelt, Betriebsvereinbarungen hingegen fallen unter das Betriebsverfassungsgesetz.

Die Unterschiede und Bedeutung dieser drei Begriffe erläutern wir im nachfolgenden Beitrag:

Die gesetzliche Unfallversicherung und DGUV Vorschrift 70

Die gesetzliche Unfallversicherung spielt bei der Fahrerunterweisung im Fuhrpark eine besondere Rolle, denn die gesetzliche Unfallversicherung ist als Zweig der Sozialversicherung eine Pflichtversicherung und gleicht Gesundheitsschäden der Versicherten im Rahmen der versicherten Tätigkeit aus. Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung besteht für Arbeits- und Wegeunfälle sowie für Berufserkrankungen. Um diesen vorzubeugen, hat die DGUV Richtlinien und Verordnungen erlassen, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter schützen sollen.

Einen Überblick über die Aufgaben, Leistungen und Bedeutung für den Fuhrpark finden Sie im nachfolgenden Beitrag:

Für den Fuhrpark speziell hat die deutsche gesetzliche Unfallversicherung die DGUV Vorschrift 70 erlassen, die sich insbesondere mit Themen rund um das Dienstfahrzeug befasst. Diese Vorschrift ist bereits am 01. Oktober 1990 in Kraft getreten und regelt den Umgang mit Fahrzeugen im Betrieb. Unterteilt ist die Vorschrift 70 in die Bereiche:

  • Bau und Ausrüstung
  • Betrieb
  • Prüfung und
  • Ordnungswidrigkeiten

Welche Inhalte die Vorschrift im Detail enthält und welche Relevanz sie für den Fuhrpark hat, fassen wir im nachfolgenden Beitrag für Sie zusammen:

Anforderungen an Fahrerunterweisung & Konsequenzen bei Nichterfüllung

Um die Arbeitssicherheit im Fuhrpark zu gewährleisten, ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, seine Mitarbeiter im Umgang mit Dienstfahrzeugen zu unterweisen und Maßnahmen zur Unfallverhütung zu ergreifen. Hintergrund ist, dass das Dienstfahrzeug ein Arbeitsmittel darstellt, welches bei unsachgemäßer Verwendung die Arbeitssicherheit gefährden kann. Ein Bestandteil der angesprochenen Maßnahmen ist die Fahrerunterweisung nach UVV. Diese Unterweisung sollte mindestens einmal im Jahr stattfinden. Wir haben praktische Tipps zur Durchführung der Fahrerunterweisung aufbereitet.

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Die Durchführung der Fahrerunterweisung nach UVV ist für Arbeitgeber gesetzlich verpflichtend. Rechtsgrundlagen hierfür sind § 12 ArbSchG, § 12 BetrSichV, § 4 DGUV Vorschrift 1 sowie § 35 DGUV Vorschrift 70. Wird eine Fahrerunterweisung nicht durchgeführt, drohen im Schadenfall rechtliche Konsequenzen.

Weitere Informationen zur rechtlichen Basis der Fahrerunterweisung sowie praktische Tipps zur Durchführung finden Sie zusammengefasst in unseren Beiträgen:

Wann ist eine unterjährige Unterweisung sinnvoll? 

Manchmal ist es sinnvoll, eine Unterweisung mehrmals im Jahr durchzuführen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn neue Mitarbeiter eingestellt werden oder bestehende Mitarbeiter auf eine andere Stelle versetzt werden. Aber auch aktuelle Ereignisse, wie z. B. Unfälle, können ein Anlass dafür sein, die Unterweisung öfter durchzuführen.

Hilfreiche Tipps, wie die Umsetzung unterjähriger Unterweisungstermine erfolgen kann und wann diese sinnvoll sind, finden Sie im nachfolgenden Beitrag:

Planung von Schulungen und Unterweisungen

Führt man die Fahrerunterweisung oder sonstige Schulungen und Unterweisungen im Rahmen einer Präsenzveranstaltung durch, sind hierbei viele Schritte zu beachten. Bei der Planung sind unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Zeitpunkt und Dauer der Schulung
  • Ort der Unterweisung
  • Teilnehmer und Moderatoren
  • Inhalte und Unterlagen

Einen detaillierten Überblick über die Schritte bei der Planung von Schulungen und Unterweisungen können Sie dem nachfolgenden Beitrag entnehmen:

E-Learning vs. Präsenzveranstaltung sowie Vor- und Nachteile

Da auch die Planung einer Unterweisung ein komplexes Thema ist und viel Zeit im Fuhrpark beansprucht, entscheiden sich immer mehr Unternehmen für den Einsatz einer elektronischen Lösung im Rahmen einer E-Learning-Anwendung. Auch die Zahl der E-Learning-Angebote steigt. Wo genau jedoch die Unterschiede zwischen klassischen Präsenzveranstaltungen und E-Learning-Terminen liegen, ist nicht immer allen bewusst.

Wir beleuchten im nachfolgenden Beitrag die wesentlichen Vor- und Nachteile beider Methoden und gehen auf die unterschiedlichen Einsatzgebiete ein:

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 Sind die Unterschiede zwischen E-Learning Lösungen und Präsenzveranstaltungen klar, stellt sich die Frage, welche Vorteile E-Learning-Tools genau bieten. Neben der höheren Flexibilität, sowohl bei der Organisation von Unterweisungen als auch später bei der reinen Durchführung, ist der Kostenfaktor entscheidend. Denn mit E-Learning-Unterweisungen entfallen Kosten für Anreise, Meetingräume, Moderatoren sowie Opportunitätskosten.

Weitere Vorteile von E-Learning-Tools und Informationen darüber, warum sich diese insbesondere für die Fahrerunterweisung nach UVV anbieten, können Sie dem nachfolgenden Beitrag entnehmen:

Inhalte der Fahrerunterweisung nach UVV

Die Inhalte der Fahrerunterweisung sind breit gefächert und berücksichtigen eine Vielzahl von Themen. Grundlage dafür ist die DGUV Vorschrift 70. Die Inhalte sind vor jeder Unterweisung auf Aktualität zu prüfen und für die zu unterweisenden Mitarbeiter aufzubereiten. Als Schwerpunkte können im Rahmen der Fahrerunterweisung beispielsweise folgende Bereiche unterwiesen werden:

  • Lenk- und Fahrzeiten
  • Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs
  • Ladungssicherung
  • Regeln des Straßenverkehrsgesetzes
  • Verhalten bei Unfällen
  • Fahrverhalten bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen
  • Verhalten während der Fahrt

Weitere Inhalte der Fahrerunterweisung können Sie auf unserer Übersichtsseite nachlesen:

 

Über Fahrerunterweisung informieren

 

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