Was hat Compliance mit Fuhrparkmanagement zu tun?

Bekannte Compliance-Thematiken im Fuhrpark stellen beispielsweise die ordnungsgemäße Führerscheinkontrolle, die Fahrerunterweisung nach DGUV Vorschrift 70 oder auch umweltfreundliche Regelungen in der Car-Policy dar. Doch was ist Compliance eigentlich?

Ursprung im Bankensektor

Compliance umfasst gesetzliche und freiwillige Regelungen, Strukturen und Prozesse innerhalb eines Unternehmens, mit deren Einhaltung Risiken minimiert, Effizienz gesteigert und gesellschaftliche Interessen gewahrt werden sollen. Seinen Ursprung hat der Begriff im Bankensektor. Dort sollten Insidergeschäfte und Geschäfte mit hohem Risiko durch feste Regeln besser reguliert werden.

Für börsennotierte Unternehmen definiert der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) Compliance als eine der Hauptaufgaben des Vorstands, wonach dieser dafür zu sorgen hat, dass gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden.

Doch nicht nur in börsennotierten Unternehmen werden Compliance-Systeme und -Strukturen geschaffen und gelebt. Die meisten Unternehmen haben mittlerweile Compliance-Regeln definiert, die beispielsweise Korruption eindämmen und Gleichbehandlung, Arbeits-, Daten- oder Umweltschutz fördern sollen.

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Compliance im Fuhrparkmanagement

Insbesondere im Fuhrpark hat Compliance eine große Bedeutung. Zum einen gibt es viele gesetzliche Regeln, die einzuhalten sind. Auf der anderen Seite bietet sich hier die Möglichkeit, durch freiwillige Regelungen oder Prozesse Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu fördern.

Zu den gesetzlichen Bestimmungen, die im Fuhrpark beachtet werden müssen, gehört insbesondere die Halterhaftung. Im Zuge dessen müssen beispielsweise Führerscheine kontrolliert werden oder Fahrer zur Vermeidung von Unfällen in die ordnungsgemäße Nutzung ihres Fahrzeugs unterwiesen werden. Bleibt dies aus, drohen der Verlust des Versicherungsschutzes, Geld- und sogar Haftstrafen für den Fahrzeughalter.

Selbst wenn es interne Regelungen zur Führerscheinkontrolle oder Fahrerunterweisung gibt, oder ein externer Dienstleister beauftragt wurde, kann die Geschäftsführung nach § 130 OWiG haftbar gemacht werden. Und zwar, wenn die eingesetzte Lösung nicht sicher ist. Es ist darauf zu achten, dass sich die genutzte Lösung nicht von Fahrern manipulieren bzw. umgehen lässt und dass die Dokumentation der Prüfungen lückenlos erfolgt.

Auch der Umgang mit Ordnungswidrigkeiten und die Umsetzung der UVV-Prüfungen gehören zu den Maßnahmen, die im Sinne der Fuhrpark-Compliance rechtlich geregelt sind.

Darüber hinaus gibt es interne, nicht-gesetzliche Regelungen, die die individuelle Compliance im Fuhrpark ausmachen. Dazu gehören nachhaltige Regelungen in der Car Policy oder definierte Abläufe für den Schadensfall.

Fazit

Um Haftungsrisiken für die Geschäftsführung und die Fuhrparkleitung zu minimieren, müssen bestimmte gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden. Die Festlegung von internen Regelungen für die wichtigsten Prozesse und Themenbereiche erleichtert es zudem einen Fuhrpark zu managen. Gleichzeitig führt die Einhaltung vieler dieser Regelungen, Abläufe und Strukturen zu einem Mehrwert für die Mitarbeiter und die Gesellschaft. Die Gesamtheit dieser teils vorgeschriebenen, teils freiwilligen Maßnahmen fällt unter den Begriff der Fuhrpark-Compliance.

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