Methodenvergleich zur elektronischen Führerscheinkontrolle

Jedes Unternehmen, das seinen Mitarbeitern Dienstfahrzeuge zur Verfügung stellt, muss deren Führerscheine regelmäßig kontrollieren. Nun stehen Arbeitgeber vor der Wahl, wie sie bei der Kontrolle der Führerscheine vorgehen sollen. Für die meisten Fuhrparks ist die Einführung einer elektronischen Führerscheinkontrolle lohnenswert, weil dadurch aufwendige Prozesse und Papierchaos vermieden werden können. Doch welche Technologien zur Führerscheinkontrolle stehen zur Auswahl und wodurch unterscheiden sie sich? In unserem Beitrag werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Kontrollmethoden mit Identifikationsmedien und Smartphone-Apps.

Inhaltsverzeichnis:

 

Auf einen Blick:

  • Achten Sie bei der Auswahl eines Führerscheinkontrollsystems auf die verwendete Technologie.

  • Setzen Sie nur auf rechtssichere Lösungen, die einen hohen Manipulationsschutz aufweisen.

  • Prüfen Sie die Systeme vorab intensiv und nutzen Sie kostenfreie Test-Möglichkeiten.

Systeme zur elektronischen Führerscheinkontrolle müssen sicher sein, ansonsten drohen dem Halter im Streitfall rechtliche Konsequenzen. Führerscheinkontrollsysteme, die auf den Technologien QR-Code und Barcode basieren, sind nur dann sicher, wenn zusätzlich eine dritte Person den Führerschein des Fahrers kontrolliert.

Die Kontrolle des Führerscheins über das eigene Smartphone des Fahrzeugnutzers ist nochmal effizienter. Auch bei der Kontrolle mit dem Smartphone steht die Rechtssicherheit an erster Stelle, da sie einer Sichtprüfung gleichkommen muss. Daher sind App-Kontrollen, die direkt auf dem Endgerät des Nutzers durchgeführt werden, ohne nachgelagerte Prüfprozesse derzeit nicht ausreichend rechtssicher.

Einen Überblick über die gängigsten Kontrollmethoden finden Sie in unserem kostenfreien E-Paper zum Download am Ende des Beitrags.

 

Anbieter für die elektronische Führerscheinkontrolle nutzen derzeit zwei verschiedene Vorgehensweisen zur Überprüfung eines Führerscheins:

  1. Die Kontrolle wird mit Hilfe eines auf dem Führerschein aufgebrachten Identifikationsmediums durchgeführt. Dabei handelt es sich um drei verschiedene Identifikationsmedien, auf die wir im Folgenden eingehen: QR-Codes, Barcodes und RFID-Chips.
  2. Die Führerscheinkontrolle erfolgt über das Smartphone des Mitarbeiters. Hierbei wird zwischen der reinen Kontrolle von Fotoaufnahmen, Apps mit selektiver Objekterkennung sowie Apps mit mehrstufigen Prüfverfahren, unterstützt durch menschliche Intelligenz, unterschieden. In diesem Fall wird kein Identifikationsmedium auf dem Führerschein angebracht (siehe LapID Driver App).

Informieren Sie sich hier zur elektronischen Führerscheinkontrolle und  gestalten Sie die Prozesse in Ihrem Fuhrpark einfach, sicher und effizient.

Es stellt sich die Frage, warum Fuhrparkverantwortliche überhaupt eine elektronische Führerscheinkontrolle einführen sollten. Um die genannten Methoden der Führerscheinkontrolle miteinander zu vergleichen und Vorteile zu erkennen, braucht es Kriterien:

  1. Das Haftungsrisiko als Fahrzeughalter soll minimiert werden.
  2. Die Führerscheinkontrolle sollte flexibel sein und sich an die Bedürfnisse des Fuhrparks anpassen lassen.
  3. Die Verwaltung der Führerscheinkontrolle soll nicht durch Vorgesetzte oder das Fuhrparkmanagement erfolgen müssen.
  4. Die Fahrer sollen automatisch an Termine erinnert und die Prüfungen lückenlos und revisionssicher dokumentiert werden.

Die Technologien mittels Identifikationsmedium

Die auf einer App basierenden Führerscheinkontrollen sind auf dem Vormarsch. Dennoch nutzen viele Unternehmen weiterhin Prüfungen mit Identifikationsmedien. Dies hat vor allem folgende Gründe:

  • Für diese Führerscheinkontrollmethode benötigt der Fahrer kein Smartphone.
  • Die Identifikationsmedien können universell bei jedem Führerscheintyp (z. B. auch bei Papierführerscheinen) eingesetzt werden.

Grundsätzlich gilt für alle Identifikationsmedien, dass diese erstmalig von einer autorisierten Person angebracht werden und sich beim Ablösen zerstören müssen.

QR-Codes und Barcodes mit Lesestation, Scanner oder Apps

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Ein QR-Code (Abkürzung für Quick Response) ist ein grafischer Code, bei dem Informationen durch die Anordnung von Quadraten dargestellt werden. Beispielhaft sehen Sie hier die Zahl 1234567 als QR-Code. 

Abbildung: Darstellung eines QR-Codes (eigene Darstellung)

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Bei Barcodes (auch Strichcodes genannt) werden Informationen über verschieden breite, parallele Striche und Lücken codiert. Auch hier haben wir die Zahl 1234567 dargestellt. 

Abbildung: Darstellung eines Bar-Codes (eigene Darstellung)

 

Barcodes und QR-Codes können über optische Lesegeräte wie Barcodescanner an Kassen oder über Apps ausgelesen werden. Muss der Führerschein für die Kontrolle aus der Hand gegeben werden, ist der Datenschutz besonders zu beachten. Hierbei erhalten nicht-Mitarbeiter des Unternehmens Zugriff auf die personenbezogenen Daten des Führerscheininhabers.

Zur Durchführung der Führerscheinkontrolle wird bei diesen Methoden ein Aufkleber mit einem aufgedruckten Barcode oder QR-Code auf den Führerschein geklebt. Dieser enthält als Information eine Zeichenfolge, die einem Fahrer zugeordnet ist. Wird der Führerschein mit QR-Code oder Barcode gescannt, oder per App ausgelesen, erfolgt ein Abgleich der Zeichenfolge mit den in einer Datenbank hinterlegten Informationen. Ist diese Zeichenfolge identisch, ist die Führerscheinkontrolle bestanden.

QR-Codes und Barcodes lassen sich jedoch sehr leicht duplizieren. Die einfachste Methode, einen QR-Code oder Barcode zu duplizieren, ist, diesen mit dem Smartphone zu fotografieren.

Alternativ gibt es zahlreiche kostenlos verfügbare Apps und Webseiten, mit denen QR-Codes decodiert und leicht neu erstellt werden können. Ein Fahrer muss dazu lediglich die Zeichenfolge im QR-Code oder Barcode mit einem der genannten Tools auslesen (z. B. 1234567). Mittels der App oder Website lässt sich daraufhin ein neuer identischer QR-Code oder Barcode generieren.

Nutzt der Fahrer den duplizierten Code auf einem anderen Trägermedium als dem Führerschein, wird eine erfolgreiche elektronische Führerscheinkontrolle vorgetäuscht. Fuhrparkleiter können sich bei diesen Methoden also nicht darauf verlassen, dass Fahrer zum Zeitpunkt der Kontrolle tatsächlich einen gültigen Führerschein besitzen. Nur wenn eine geschulte dritte Person die Kontrolle durchführt, kann ein Fuhrparkleiter sicher sein, dass sich der Code auch wirklich auf einem gültigen Führerschein befindet und es sich nicht um ein selbst angefertigtes Duplikat handelt.

Lediglich bei der Technologie mit einem RFID-Chip werden sämtliche Anforderungen auch ohne Sichtkontrolle erfüllt.

RFID-Chips mit Stationen

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Auf einem RFID-Chip (Abkürzung für Radio Frequency Identification) können Informationen (z. B. Zeichenfolgen) verschlüsselt hinterlegt werden. Zum Auslesen werden die Informationen von einem Lesegerät dekodiert und auf Echtheit geprüft. 

Abbildung: Grafische Darstellung des LapID Siegels (eigene Darstellung)

Der RFID-Chip wird auf dem Führerschein angebracht. Auf dem Chip ist die Siegelnummer gespeichert, welche dem Fahrer zugeordnet ist. Hält der Fahrer seinen Führerschein an eine Prüfstation, wird die Siegelnummer abgeglichen. Ist diese im System hinterlegt, ist die Führerscheinkontrolle bestanden.

Mit einem RFID-Chip kann die rechtssichere Führerscheinkontrolle durch den Fahrer selbst initiiert werden. Die Duplizierung eines RFID-Chips ist ein komplexer Prozess, der technisches Verständnis sowie eine spezielle Hardware erfordert. Sind RFID-Chips zusätzlich verschlüsselt, sind sie gegen eine Duplikation geschützt. 

Die Einbindung einer dritten Person ist bei einer Führerscheinkontrolle mittels RFID-Chip daher nicht mehr erforderlich. Den Part des „unabhängigen Dritten“ übernimmt die RFID-Technik in Kombination mit dem Lesegerät. 

Laden Sie sich hier alle wichtigen Informationen zum LapID Siegel und der  Durchführung der Führerscheinkontrolle herunter. 

Führerscheinkontrollen mittels Smartphone-Apps

Der Fahrer kann die Smartphone-Kontrolle überall und zu jeder Zeit durchführen. Aber nicht alle Anwendungsfälle lassen sich derzeit über das Smartphone abbilden. Wenn Fahrer beispielsweise kein Smartphone besitzen oder nutzen möchten, oder die Fahrer noch keinen EU-Kartenführerschein haben, stellt die elektronische Führerscheinkontrolle mittels RFID-Siegel nach wie vor eine wertvolle Ergänzung dar. So werden die Prozesse rund um die Führerscheinkontrolle gänzlich automatisiert. 

Aus Haltersicht ist die Frage, wie der Original-Führerschein geprüft wird, das wichtigste Entscheidungskriterium und der Kernunterschied der Technologien am Markt. Im Folgenden erläutern wir daher, wie und ob bei den folgenden drei Technologien festgestellt wird, dass die Prüfung am Original-Führerschein erfolgt ist.

Apps mit selektiver Objekterkennung

Bei bekannten Apps mit optischer Kontrolle der Sicherheitsmerkmale wird teils von „Abtastung“ von Sicherheitsmerkmalen gesprochen. Jedoch kann dabei nicht verlässlich festgestellt werden, ob ein Führerschein im Original bei der Kontrolle verwendet wurde. Schließlich muss eine elektronische Führerscheinkontrolle so sicher wie eine Sichtkontrolle des Originalführerscheins sein. Da dies bei der selektiven Objekterkennung nicht sichergestellt ist, ist bei Einführung dieses Verfahrens von einem unverändert hohem Haftungsrisiko für den Fahrzeughalter auszugehen.

Zeichnungen werden als Führerschein erkannt

Warum mit dieser Technologie keine verlässliche Führerscheinprüfung stattfinden kann, zeigt sich schnell: Beispielsweise hat eine am Markt erhältliche App mit Objekterkennung und sogenannter integrierter "Abtastung" von Sicherheitsmerkmalen bei einer Führerscheinkontrolle mittels Smartphone diese rudimentäre Zeichnung als einen Original-Führerschein befunden und die Prüfung als erfolgreiche Führerscheinkontrolle gewertet:

Zeichnung FührerscheinAbbildung: Erfolgreicher Täuschungsversuch einer aktuell auf dem Markt befindlichen Führerscheinkontroll-App (eigene Darstellung)

 Selektive Objekterkennung ermöglicht keine Echtheitsprüfung

Dass Apps mit Objekterkennung mit einer simplen Zeichnung getäuscht werden können, liegt an der Technik selbst. Die App sucht mithilfe der Smartphone-Kamera nach bestimmten Merkmalen, die ein EU-Kartenführerschein enthalten sollte. Da sich komplexe Merkmale wie Hologramme zum derzeitigen Stand der Technik nicht automatisiert erkennen lassen, muss sich die App auf ganz eindeutige, simple Merkmale beschränken:

  1. Ist ein rechteckiges Objekt zu erkennen, das der Form des Führerscheins entspricht?
  2. Sind links auf mittlerer Höhe ein Dreieck, ein Kreis und eine Raute zu erkennen?
  3. Sind im Kundensystem hinterlegte Zeichenfolgen zu erkennen?

Alle anderen Merkmale eines Führerscheins sind damit also nicht Teil der Echtheitsprüfung. Damit hält diese Technologie dem erforderlichen Vergleich mit einer Sichtkontrolle nicht stand. Eine rechtssichere „Abtastung“ der integrierten Sicherheitsmerkmale kann damit nach aktuellem Stand der Technik nicht erfolgen.

Für Fahrzeughalter ist dies ein Risiko

Fuhrparkleiter können sich bei dieser Technologie nicht darauf verlassen, dass Fahrer für die App-basierte Prüfung tatsächlich einen gültigen Führerschein verwendet haben. Da diese Art der Führerscheinkontrolle nicht so sicher wie eine Sichtkontrolle ist, kann das nach Paragraf 21 Abs. 1 Nr. 2 Straßenverkehrsgesetz (StVG) und Paragraf 130 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) zu Konsequenzen für den Fahrzeughalter führen. Denn er hat ein System zur Führerscheinkontrolle eingeführt, bei dem ein Dienstfahrzeugnutzer ohne größeren Aufwand und ohne technische Fachkenntnisse eine ordnungsgemäße Führerscheinkontrolle ganz einfach vortäuschen kann.

Foto- und Videokontrolle durch den Fuhrparkleiter

Bei der Fotokontrolle durch den Fuhrparkleiter übermitteln Fahrer über das Smartphone Aufnahmen ihres Führerscheins an das Kundensystem. Der Fuhrparkleiter muss die Führerscheine anschließend anhand dieser Aufnahmen im Kundensystem auf Echtheit prüfen. Bei dieser Methode ist der Fuhrparkleiter in der Verantwortung für die Echtheitsprüfung und er hat zusätzlich den damit verbundenen Arbeitsaufwand.

Eine andere Variante ist die Kontrolle des Führerscheins mittels Videoanrufs. Der Fahrer tritt dabei entweder mit dem Fuhrparkverantwortlichen oder externem Kontrollpersonal in Kontakt und zeigt seinen Führerschein vor. Die kontrollierende Person muss während des Videoanrufs die Echtheit des Führerscheins verifizieren. Dieses Verfahren ähnelt dem Video-Ident Verfahren. Die Kontrolle kann zwar ortsunabhängig erfolgen, die Überprüfung selbst ist aber weiterhin manuell und stellt einen hohen Aufwand für die kontrollierende Person dar.

Eine verlässliche Kontrolle am Original-Führerschein muss per Videoanruf sichergestellt sein

Auch bei diesen Varianten ist zu hinterfragen, ob sich eine verlässliche Echtheitsprüfung sicherstellen lässt:

  • Wenn ein Fahrer verstanden hat, wie die Kontrolle abläuft, könnte er die erforderlichen Aufnahmen als ausgedruckte Fotos oder digitale Bilddateien „auf Vorrat“ anfertigen. Übermittelt er nun bei einer Kontrolle Aufnahmen dieser Fotos, ist es für den Fuhrparkleiter schwierig zu erkennen, ob dies wirklich eine soeben gefertigte Aufnahme des Original-Führerscheins ist oder das zu einem vorherigen Zeitpunkt erstellte Führerscheinfoto einfach abfotografiert wurde.
  • Bei der Kontrolle mithilfe eines Videoanrufs muss die kontrollierende Person Sicherheitsmerkmale des Führerscheins eindeutig erkennen können. Wichtig ist hierbei, dass der Führerschein beispielsweise nah an die Kamera herangehalten und vor der Kamera bewegt wird. Nur so können beispielsweise Veränderungen in den Hologrammen erkannt werden. Eine Herausforderung kann hier die Qualität der Videoübertragung sein, welche zu Fehlern führen kann
  • Es gibt in der Regel in beiden Verfahren kein Vier-Augen-Prinzip. Die Entscheidung, ob ein Führerschein echt ist, wird also nicht durch eine zweite Person bestätigt.

Der Fahrzeughalter ist in der Verantwortung

Vorgetäuschte Führerscheinkontrollen, die ohne größeren Aufwand und ohne technische Fachkenntnisse möglich sind, muss der Halterverantwortliche als solche identifizieren können. Schließlich liegt die Führerscheinprüfung in seiner Verantwortung. Erkennt er die einfache Täuschung nicht, können ihm strafrechtliche Konsequenzen drohen. Denn bei einer manuellen Kontrolle des Führerscheins wäre ihm sofort aufgefallen, dass nicht der Original-Führerschein verwendet wurde. Um weitere Haftungsrisiken zu minimieren, sollten der Fahrzeughalter und kontrollierende Mitarbeiter geschult werden, anhand welcher Sicherheitsmerkmale ein echter Führerschein erkannt werden kann und mit welchen Methoden die Kontrolle manipuliert werden könnte.

Auch der mit jeder Kontrolle einhergehende Aufwand ist nicht zu unterschätzen: Das Fuhrparkmanagement sollte mindestens zweimal jährlich den Führerschein jedes Dienstfahrzeugnutzers kontrollieren. Je mehr Führerscheinfotos zu kontrollieren sind oder je mehr Videoanrufe durchgeführt werden müssen, desto weniger praktikabel ist diese Lösung.

Ganzheitliche App-Kontrolle von LapID

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, eine Smartphone-basierte Führerscheinkontrolle zu entwickeln, die eine verlässliche Echtheitsprüfung ermöglicht. Bei unserer LapID Driver App wird dies über technische und organisatorische Vorkehrungen sichergestellt – ohne, dass der Fuhrparkleiter damit Arbeit hat.

Hologramme sind das wichtigste Sicherheitsmerkmal

Eine elektronische Führerscheinkontrolle sollte so sicher sein wie eine Sichtprüfung, bei der ein Kontrolleur den Führerschein in der Hand hält. Daher werden bei der Kontrolle über die LapID Driver App nicht nur leicht erkennbare Muster wie beispielsweise die Führerscheinnummer erfasst, sondern auch die Hologramme eines Führerscheins auf Echtheit geprüft. So wird eine verlässliche Echtheitsprüfung des Führerscheins sichergestellt.

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Abbildung: Führerscheinkontrolle mit Hologramm-Erkennung durch die LapID Driver App 

Verlässliches Prüfverfahren durch Mensch und Maschine

Anschließend erfolgt in einem zweistufigen Verfahren eine Echtheitsprüfung auf Basis mehrerer Sicherheitsmerkmale: Zunächst werden durch einen Prüfalgorithmus eine Vielzahl verschiedener Sicherheitsmerkmale kontrolliert, die auf einem EU- Kartenführerschein vorhanden sein müssen. Im zweiten Schritt wird das Ergebnis im Vier-Augen-Prinzip durch LapID Agents validiert. Die hohe Qualität erzielen wir durch mehrere organisatorische und technische Vorkehrungen:

  • Die Agents sind darin geschult, EU-Kartenführerscheine zu unterscheiden und zu identifizieren. Unsere Agents werden auch auf mögliche Manipulationsszenarien geschult.
  • Referenzdatenbanken zeigen, welche Sicherheitsmerkmale bei spezifischen Führerscheingeneration vorhanden sein müssen.
  • Die LapID Software macht Täuschungsversuche über Videos, Bildschirmfotos und ähnliches sichtbar.
  • Mit jeder Kontrolle lernt der Algorithmus dazu - von dieser künstlichen Intelligenz profitieren unsere Kunden.
  • Die Auftragsverarbeitung nach der DGSVO durch LapID ist für den Kunden durch den TÜV Süd geprüft.

Rechtssicherheit steht bei dieser Form der Kontrolle ganz klar im Vordergrund. Die Echtheit des Führerscheins, der zur Kontrolle genutzt wurde, kann nur so sichergestellt werden. Der Fahrer erhält im Schnitt innerhalb weniger Stunden (lediglich über Wochenenden innerhalb maximal 48 Stunden) eine Bestätigung. Die Übermittlung der Bildsequenzen an die LapID Server erfolgt unter Berücksichtigung höchster Datenschutzstandards. Diese werden zudem nach erfolgreicher Kontrolle umgehend von den LapID Servern gelöscht. 

Laden Sie sich hier alle wichtigen Informationen zur LapID Driver App und der  Durchführung der Führerscheinkontrolle herunter. 

Warum ist die Wahl der Methode für Ihre Haftung relevant?

Wenn ein Dienstfahrzeugnutzer ohne eine gültige Fahrerlaubnis unterwegs ist und die Führerscheinkontrolle nicht mit der nötigen Sorgfalt durchgeführt wurde, haften Geschäftsführung und Fuhrparkmanagement persönlich und es drohen Geld- und/ oder Freiheitsstrafen bis zu 12 Monaten. Ebenso droht in diesen Fällen der Verlust oder die Einschränkung des Versicherungsschutzes.

Umgeht ein Fahrer wie oben beschrieben (durch Zeichnungen oder kopierte Bar- und QR-Codes) die Führerscheinkontrolle, begeht er eine Täuschung, die für ihn arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Halter des Fahrzeugs straffrei bleibt. Es drohen weiterhin Haftungsrisiken nach Paragraf 21 Abs. 1 Nr. 2 StVG und Paragraf 130 OWiG:

Rechtliche_Grundlagen_FSKAbbildung: Übersicht Rechtliche Grundlagen und Konsequenzen zur Führerscheinkontrolle

Welche Rolle spielt das System drum herum? 

Softwarebasierte Lösungen dominieren bei der elektronischen Führerscheinkontrolle. Daran ist meist ein System angeschlossen, in dem Fahrerdaten verwaltet, Termine zur Führerscheinkontrolle eingerichtet und Erinnerungen an die Fahrer versendet werden können. Neben der Technologie zur Führerscheinkontrolle ist auch die Handhabung des Systems für den Entscheidungsprozess wichtig. Nutzerfreundlichkeit steht hier an erster Stelle, denn nicht nur die Führerscheinkontrolle soll leicht von der Hand gehen. Auch die Bedienung des Systems selbst sollte keine zusätzliche Herausforderung für das Fuhrparkmanagement darstellen.

Im Idealfall arbeitet das System selbstständig. Nach der Pflege der Fahrerdaten im jeweiligen System sollten Sie als Fuhrparkverantwortlicher nur noch eingreifen müssen, wenn ein Fahrer seiner Pflicht zur Führerscheinkontrolle nicht nachgekommen ist. Das System sollte dabei folgende Aufgaben für Sie übernehmen:

  • Automatische Aufforderung und Erinnerung an den Fahrer zur Durchführung der Führerscheinkontrolle
  • Automatische Benachrichtigung eines Vorgesetzten oder Verantwortlichen, wenn der Fahrer seiner Kontrollpflicht nicht nachgekommen ist
  • Revisionssichere Dokumentation der Führerscheinkontrolle
  • Automatisches Einstellen eines Termins zur Folgekontrolle

Gute Systeme zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie zum Beispiel über ein Berichtswesen verfügen, über das der Stand der Führerscheinkontrollen aller Fahrer eingesehen werden kann. Diese Systeme sollten zudem selbsterklärend sein und so dem Fuhrparkmanagement Unterstützung bieten. Ein weiterer Pluspunkt ist die Integration in andere Systeme. In großen Fuhrparks werden häufig umfangreiche Fuhrparkmanagementsysteme eingesetzt. Hier ist es sinnvoll, dass über Schnittstellen eine nahtlose Integration des Führerscheinkontrollsystems erfolgen kann.

Lassen sich zudem noch weitere Compliance-Lösungen über den gleichen Anbieter abbilden, spart man zusätzlich Zeit und Kosten. Denn die Fahrerdaten sind dann bereits im System hinterlegt. Weitere wichtige Compliance-Themen im Fuhrparkmanagement sind die Fahrerunterweisung und die Fahrzeugprüfung nach UVV.

Laden Sie sich hier alle wichtigen Informationen zum LapID Kundensystem und der  Verwaltung von Führerscheinkontrolle und Fahrerunterweisung herunter. 

Fazit

Führen Arbeitgeber eine elektronische Führerscheinkontrolle ein, möchten sie ihre Haftungsrisiken als Fahrzeughalter minimieren. Zudem sollen Fahrer die Führerscheinkontrolle möglichst orts- und zeitunabhängig vornehmen können und damit das Fuhrparkmanagement wesentlich entlasten.

In unserem E-Paper „Führerscheinkontrollmethoden im Vergleich“ haben wir die wichtigsten Punkte noch einmal kompakt für Sie zusammengefasst. Das E-Paper finden Sie hier zum kostenfreien Download:

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Lesen Sie hier mehr zu den Vorteilen und dem Ablauf der LapID Führerscheinkontrolle. 

Warum LapID?

LapID steht seit 15 Jahren für Erfahrung im Fuhrparkmanagement und ist als Erfinder der elektronischen Führerscheinkontrolle Experte auf diesem Gebiet. Dabei setzen wir Standards für die Anforderungen an rechts- und revisionssichere Lösungen. Datenschutz steht bei uns an erster Stelle. Hierzu trägt auch unser jährlicher extern durchgeführter Datenschutz-Audit bei, der die sichere Verarbeitung Ihrer Daten gewährleistet.

Qualität, Funktionalität und Rechtssicherheit sind zudem entscheidende Kriterien bei der Entscheidung für ein elektronisches Führerscheinkontrollsystem wie das von LapID.

Können Sie für Ihr gewähltes Kontrollsystem die folgenden Fragen mit „Ja!“ beantworten?

  • Kontrollmethode: Können mit dem Führerscheinkontrollsystem alle Besonderheiten meines Fuhrparks abgedeckt werden (z. B. EU-Kartenführerscheine, ausländische Führerscheine, Papierführerscheine)?
  • Kontrollintervall: Sind unterschiedliche Kontrollintervalle abbildbar? Ist eine spontane Kontrolle möglich? Können problemlos mehr als zwei Kontrollen pro Jahr durchgeführt werden?
  • Erinnerungen: Sind Erinnerungen an die Fahrer individualisierbar? Sind darüber hinaus weitere Erinnerungsfunktionen verfügbar?
  • Benachrichtigungen: Kann bei der Wahl der Benachrichtigung an den Fahrer zwischen verschiedenen Möglichkeiten(per E-Mail oder SMS) gewählt werden?
  • Umfang der Kontrolle: Erfasst und überwacht das Führerscheinkontrollsystem auch Schlüsselzahlen und die Gültigkeit von Fahrerlaubnisklassen?
  • Dokumentation: Ist der Nachweis über die durchgeführte Kontrolle rechts- und revisionssicher erbracht und kann bei Bedarf eingesehen werden?
  • Sicherheit: Sind datenschutzrechtliche Anforderungen abgedeckt und wird der Schutz Ihrer und der Daten Ihrer Fahrer sichergestellt?

Wenn ja, sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn nein, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie gerne.

 

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