Gefahren im Winter für Autofahrer

Der Winter hat Autofahrer bereits seit ein paar Wochen fest im Griff und sorgt immer wieder für Chaos auf den Straßen. Der kalendarischer Winteranfang beginnt jedoch erst diese Woche und kann noch einige Wochen andauern. Wir zeigen wir Ihnen, mit welchen Gefahren Sie rechnen müssen und wie Sie sich am besten davor schützen.

Vereiste Straßen und Schnee

Gerade im Winter muss bei niedrigen Temperaturen mit vereisten Straßen und auch Schnee gerechnet werden. Brücken, Straßen in der Nähe von Flüssen oder Seen sowie Kuppen oder Wälder sind unberechenbar. Anzeichen für Glätte sind Frost und Wind sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Achten Sie darauf, dass es auch bei Sonnenschein glatt auf den Straßen sein kann. Wie verhalten Sie sich nun bei Schnee und vereisten Straßen richtig?

  • Vermeiden Sie ruckartiges Anfahren und Lenken.
  • Halten Sie Abstand. Der Bremswege kann bei Schnee und Glätte um das 10-Fache länger sein.
  • Fahren Sie mit Winterreifen und eventuell Schneeketten.

Hat es über Nacht geschneit, ist das Auto vor Fahrtantritt komplett vom Schnee zu befreien. Alle Scheiben und die Außenspiegel müssen frei sein. Bleibt Schnee auf dem Auto liegen, kann dieser ins Rutschen geraten, die Sicht versperren oder andere Verkehrsteilnehmer behindern.

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Winterkleidung

Auch wenn es draußen kalt ist, im Auto selbst sollten Sie auf die dicken Winterjacken verzichten. Im Falle eines Unfalls kann es passieren, dass die Wirkung der Sicherheitsgurte verpufft, wenn die Winterjacke zum Hindernis zwischen Körper und Gurt wird. Der Gurtstraffer kann hierdurch seine Schutzfunktion nicht voll erfüllen. Besonders problematisch ist dies auch bei Kleinkindern. An den glatten Oberflächen der Winterbekleidung kann der Gurt zudem verrutschen und so zu einem unkontrollierten Schleudern im Falle eines Aufpralls führen.

Auch wenn es im Winter kalt ist und Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Winterjacke beim Fahren ausziehen sollten - das Warmlaufenlassen des Fahrzeugs ist nicht zulässig und wird mit einem Bußgeld von 10 € bestraft.

Streuwagen und Schneepflüge

Bei Streufahrzeugen und Schneepflügen ist immer Abstand zu halten. Ein Überholen dieser Fahrzeuge ist nur erlaubt, wenn dies gefahrlos möglich ist. Kommt es zu Beschädigungen durch das Streugut, geht dies in der Regel auf das Konto des Halters des Streuwagens. Der Nachweis der Beschädigung durch hochgeschleuderten Splitt ist allerdings schwierig.

Winterzubehör fürs Auto

Im Winter kann es immer zu unerwarteten Situationen kommen. Um sicher durch den Winter zu kommen ist nachfolgendes Zubehör besonders hilfreich:

  • Frostschutzmatten für Front- und Heckscheibe, um die Scheiben über Nacht vor Schnee zu schützen
  • Scheibenenteiser, erleichtert das >Freikratzen von vereisten Scheiben
  • Eiskratzer
  • Handfeger, um Schnee vom Dach oder von den Fenstern zu kehren
  • Kehrblech/Schaufel
  • Türschlossenteiser, am besten in der Handtasche aufbewahren
  • Scheibenschwamm oder -tuch
  • Frostschutzkanister
  • Starthilfekabel
  • Warme Decken, Schuhe, Handschuhe und eine Thermoskanne mit warmen Getränken für längere Fahrten

Strafen im Straßenverkehr im Winter

Ist die Frontscheibe nicht vollständig von Eis und Schnee befreit, kostet dies ein Verwarngeld von mindestens 10 Euro Die Beleuchtung und das Kennzeichen müssen ebenfalls vom Schnee befreit sein. Verdreckte Scheinwerfer werden mit einem Bußgeld von 20 Euro, ein zugeschneites Nummernschild mit 5 Euro bestraft. Ein weiteres Risiko im Winter ist umherfliegendes Eis von nicht vollständig freigeräumten Autos. Wird der nachfolgende Verkehr hierdurch behindert, wird eine Strafe von 25 Euro verhängt.

Nicht eingeschaltetes Licht bei beeinträchtigter Sicht durch Schneefall kann je nach Gefährdungslage zu einem Bußgeld von bis zu 90 Euro führen.

Wenn Sie sich also gut auf die Wintermonate vorbereiten sowie umsichtig und sicher fahren, überstehen Sie nicht nur die Gefahren im Winter, sondern sparen sich auch drohende Bußgelder. 


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