Unterweisungen als E-Learning: Vor- und Nachteile am Beispiel der Fahrerunterweisung

E-Learning ist fester Bestandteil von Lehre und Weiterbildung. Egal ob im Studium, in der Schule oder bei der betrieblichen Weiterbildung, E-Learning oder digitales Lernen ist vielseitig einsetzbar. Die Vorteile liegen auf der Hand: E-Learning kann unabhängig von Zeit und Ort und auf das individuelle Lerntempo des Nutzers eingesetzt werden. So ist es nicht überraschend, dass E-Learning zunehmend bei der Unterweisung von Arbeitsschutzthemen eine Rolle spielt. Wir werfen einen Blick auf die Vor- und Nachteile von E-Learning und betrachten es im Kontext der Fahrerunterweisung.

Definition: Was genau heißt E-Learning?

E-Learning ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „electronic learning“ und meint nichts anderes als „elektronisch unterstütztes Lernen“. Häufig synonym verwendete Begriffe sind beispielsweise Onlinelernen, digitales Lernen oder computerbasiertes Lernen. Viele Definitionen von E-Learning fallen daher recht allgemein aus. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) z. B. versteht darunter:

„Alle Formen des Lernens, bei denen elektronische oder digitale Medien zur Unterstützung von Lernprozessen zum Einsatz kommen.“ 

Quelle: bpb

Dies können sowohl Offlinemedien (Radio, CD, DVD etc.) als auch Onlinemedien (z. B. Webinare) sein. Je nach Inhalt, Konzept und Zielsetzung können sich E-Learning-Angebote stark voneinander unterscheiden. Vier Merkmale werden jedoch als wesentlich für E-Learning-Tools oder Plattformen angesehen:

  • Multimedialität (Einbinden verschiedener Medien wie E-Lectures, Audiokanäle etc.)
  • Multimodalität (Ansprechen verschiedener Sinnesorgane, hier: auditiv und visuell)
  • Multikodalität (Einbinden verschiedener Informationscodierungen wie Hyperlinks, Animationen und Simulationen)
  • Interaktivität (Verfügbarkeit diverser Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten)

Quelle: lecturio.de

Häufige Formen von E-Learning

Blended Learning: Blended Learning ist eine Mischform aus klassischer Präsenzveranstaltung in Kombination mit medialen Lerninhalten oder -methoden in Form von E-Learning.

Digitale Lerninhalte: Digitale Lerninhalte sind die rudimentärste Form des E-Learnings. Bereits eine informative PowerPoint-Präsentation kann als E-Learning verstanden werden. Online oder im Rahmen einer Lern-Software können sich Nutzer selbstständig durch die Inhalte klicken und müssen am Ende gegebenenfalls eine Art Verständnisprüfung absolvieren. In dieser Form kann das E-Learning als Web-Based-Training verstanden werden.

Online-Seminar: Bei Online-Vorträgen kann direkte Interaktion zwischen Lehrendem und Lehrenden stattfinden, Fragen können unmittelbar beantwortet werden. Dabei muss es sich nicht zwingend um Vorlesungen im Bildungsbereich handeln, sondern kann auch einfach Online-Meetings zwischen Mitarbeitenden im Homeoffice meinen. Ein typisches Beispiel im Unternehmenskontext sind Live-Webinare.

Video-Kurse: Online-Video-Kurse haben in der Regel lehrenden Charakter. Oftmals werden die Inhalte durch animierte Text- oder Grafikelemente ergänzt. Meist handelt es sich dabei um Vorträge von Experten zu ihrem Fachgebiet. Solche Video-Kurse finden meist nicht live statt, sondern werden auf E-Learning-Plattformen als Video-on-Demand angeboten. Der Zuschauer kann diese dann zeitlich flexibel bearbeiten.

Web Based Collaboration: Dabei handelt es sich um vernetzte, webbasierte Zusammenarbeit zwischen mehreren Personen. Das dafür eingesetzte Software-Tool ermöglicht das gemeinsame Bearbeiten von Übungen und Lerninhalten orts- und zeitunabhängig. Dies kann sowohl zeitgleich oder versetzt erfolgen. 

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Welche E-Learning-Plattformen und -Tools gibt es?

Heutzutage verbindet man mit E-Learning hauptsächlich Lerninhalte, die online bzw. über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Zu bekannten E-Learning bzw. Online-Lernplattformen gehören beispielsweise LinkedIn Learning, Masterclass oder Udemy. Hier werden Lernvideos im Stil von Webinaren oder Vorträgen angeboten, die themenbezogen oder in Lernkapiteln aufgeteilt konsumiert werden können. Der Grad an Interaktivität ist bei dieser Form des E-Learnings begrenzt. Ein weiteres bekanntes Beispiel aus dem Bildungsbereich ist Moodle. Die Moodle-Lernplattform nutzen vor allem Bildungseinrichtungen wie Schulen, Hochschulen, Universitäten, aber auch Verwaltungen oder Unternehmen.

Was spricht für, was spricht gegen E-Learning?

Die Möglichkeiten, die E-Learning bietet, stehen klassischen Präsenzveranstaltungen gegenüber. Dabei sind Referent und Lernende am selben Ort. Inwiefern sich E-Learning von Präsenzveranstaltungen unterscheidet, haben wir bereits in unserem gleichnamigen Beitrag dargestellt. Dabei ergeben sich aus den Nachteilen von Präsenzveranstaltungen die Vorteile eines E-Learning Systems und umgekehrt. Die wichtigsten Vor- und Nachteile von E-Learning im Allgemeinen haben wir Ihnen daher nochmal in einer Übersicht zusammengestellt:

Vorteile

Nachteile

Orts- und zeitunabhängig

Keine Interaktion zwischen Lehrperson und Lernenden möglich

Kein hoher Organisationsaufwand

Keine Möglichkeit unmittelbaren verbalen oder nonverbalen Feedbacks

Keine Kosten für Anreise, Meetingräume, Lehrenden, Opportunitätskosten

Fragen und Unklarheiten können nicht direkt geklärt werden

Kurze Lerneinheiten, Zwischenspeichern i. d. R. möglich

Umgang mit und Kenntnisse über Computer wird vorausgesetzt 

Einheiten können nach individuellem Lerntempo erfolgen

Hohes Maß an Selbstdisziplin erforderlich

Inhalte können stets aktualisiert oder ergänzt werden

 

Kurse für jedes Niveau

 

Wissensüberprüfung durch Abschlusstest (online)

 

Gleichbleibende Qualität der Online-Seminare

 

Kein Frontalunterricht, sondern interaktive Inhalte

 

Mehrsprachige Inhalte

 

Pro und Contra der Fahrerunterweisung als E-Learning-Tool für Ihren Fuhrpark

Die genannten Vor- und Nachteile von E-Learning-Systemen allgemein können nahezu vollständig auf die Fahrerunterweisung via E-Learning übertragen werden. Viele Fuhrparks sind dezentral organisiert. Für die Fahrerunterweisung als Präsenzveranstaltung müssten folglich alle Fahrer an einem zentralen Ort, beispielsweise dem Hauptsitz der Firma, versammelt werden. Im Gegensatz dazu kann eine elektronische Fahrerunterweisung von unterwegs durchgeführt werden, z. B. im Hotel nach einem Außendienstbesuch. Somit minimiert sie den organisatorischen Aufwand des Fuhrparkmanagers ungemein. Darüber hinaus sprechen weitere Aspekte für die E-Fahrerunterweisung:

  • Eine breite Anzahl von Fahrern kann geschult werden.
  • Inhalte müssen in der Regel nicht selbst erstellt werden.
  • Es müssen keine Termine für Veranstaltungen organisiert werden.
  • Es entstehen für Mitarbeiter keine Reisekosten und Reisezeiten.
  • Automatisierte Aufforderungen und Erinnerungen an die Mitarbeiter zur Durchführung der Fahrerunterweisung.

Neben der vereinfachten Durchführung von Unterweisungen im Fuhrpark kann E-Learning auch für andere Bereiche im Unternehmen eingesetzt werden. Besonders effizient erweist sich E-Learning auch bei der Vermittlung von Inhalten für die Bereiche Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. LapID bietet eine Vielzahl von Arbeitsschutz-Unterweisungen an, darunter auch Unterweisungen für den Brandschutz, Erste Hilfe, Mobiles Arbeiten oder Coronaschutz. Darüber hinaus werden auch Compliance-Themen wie Datenschutz und IT-Sicherheit abgedeckt.

Fahrerunterweisung nach UVV im Fuhrpark  Im Rahmen von Unfallverhütungs- und Arbeitssicherheitsmaßnahmen ist der  Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, Mitarbeiter, die einen Dienstwagen  nutzen, zu unterweisen. Diese Fahrerunterweisung nach UVV muss mindestens  einmal im Jahr erfolgen. Mitarbeiter werden dabei im richtigen Umgang mit  Dienstfahrzeugen geschult.  Mit LapID können Sie die Fahrerunterweisung nach UVV einfach via E-Learning  durchführen und so Ihre Mitarbeiter orts- und zeitunabhängig unterweisen.Mehr  Informationen zur Fahrerunterweisung erhalten.


Anna Lena Otto

Anna Lena Otto


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