Fahren bei Nacht – Was ist zu beachten?

Bei Einbruch der Dunkelheit sinkt das Verkehrsaufkommen, dennoch steigt die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden. Das kann verschiedene Ursachen haben, wie z. B. Müdigkeit oder schlechte Sichtverhältnisse. Wir zeigen, worauf Sie beim Fahren bei Nacht besonders achten sollten.

Das Licht

Um sich bei schlechten Sichtverhältnissen und Regen sicher fortzubewegen, ist es ratsam, immer mit Abblendlicht zu fahren. Setzt die Dämmerung ein, ist es sinnvoll, das Licht frühzeitig einzuschalten, um andere Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Verkehrszeichen, aber auch Tiere rechtzeitig erkennen zu können. Um eine ausreichende Beleuchtung sicherzustellen, sollten auch die Scheinwerfer regelmäßig gereinigt und die Ausrichtung der Scheinwerfer überprüft werden. Wird man durch das Licht des Gegenverkehrs geblendet, empfiehlt es sich, für einen kurzen Moment auf den rechten Fahrbahnrand zu schauen, um das Auge schnell wieder an die Dunkelheit zu gewöhnen.

Die Sicht

Um auch bei Nacht eine klare Sicht zu haben, sollte vor Fahrtantritt die Scheibe gereinigt werden. Die regelmäßige Kontrolle der Scheibenwischanlage gewährleistet, dass man auch während der Fahrt eine klare Sicht behält: Ist genug Flüssigkeit enthalten? Sind die Scheibenwischer noch intakt?

Wichtig ist auch, keine getönten Brillen zu tragen. Die getönten Gläser verdunkeln zusätzlich und schränken die Sicht weiter ein. Einfluss auf die Sicht hat auch die Sitzposition im Auto selbst. Bei Nachtfahrten sollte man etwas höher sitzen als tagsüber. So lässt es sich vermeiden, dass man geblendet wird.

Die Geschwindigkeit

Nicht nur tagsüber ist überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle. Gerade bei Dunkelheit sollte die Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse angepasst werden. Lässt sich das Fahrzeug innerhalb der Reichweite des Scheinwerferlichts zum Stehen bringen, stimmt die Geschwindigkeit.

Da das Reaktionsvermögen bei Dunkelheit abnimmt, ist auch bei Überholvorgängen eine erhöhte Konzentration notwendig. Nachts lässt sich beispielsweise schlechter einschätzen, wie weit das hinter einem fahrende Auto noch entfernt ist, da man im Rückspiegel meist nur die Scheinwerfer erkennt.

Müdigkeit & Sekundenschlaf

Bei Müdigkeit steigt die Gefahr Fehler zu machen. Gerade in der Nacht steigt das Risiko des Sekundenschlafs. Dieser kann im Straßenverkehr weitreichende Folgen haben. Im Jahr 2016 gab es 1871 Unfälle, die durch Übermüdung verursacht wurden. Bei Tempo 130 km/h und nur einer Sekunde Schlaf wird ein Weg von 36 m zurückgelegt, bei fünf Sekunden sind es bereits 181 m und bei 10 Sekunden sogar 361 m. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, gerade bei Fahrten in der Nacht ausgeschlafen zu sein und für ausreichende Pausen unterwegs zu sorgen.

Wenn Sie empfindlicher auf Gegenlicht reagieren, kann dies ein Anzeichen von Müdigkeit sein. Legen Sie in diesen Fällen umgehend eine Pause ein, ruhen Sie sich aus und führen Sie die Fahrt nach einer angemessenen Ruhepause fort. Auf längeren Fahrten ist es empfehlenswert, alle zwei Stunden eine Pause zu machen. Für Dienstwagenfahrer können hier noch einmal gesonderte Regelungen bzgl. Lenk- und Ruhezeiten gelten. 

 

Anzeichen für gesteigerte Müdigkeit:
  • Schwierigkeiten, die Spur zu halten
  • Die Straße wird gefühlt enger
  • Ihr Blick ist starr auf die Fahrbahn gerichtet
  • Keine oder kaum Erinnerung an die letzten gefahrenen Kilometer
  • Übersehen eines Straßenschildes, einer Abzweigung oder Ausfahrt
  • Ungewolltes schnelles oder langsames Fahren
  • Brennende Augen und schwere Lider
  • Häufiges Gähnen
  • Blinzeln, unscharfes Sehen und der Drang danach die Augen zu schließen
  • Unkonzentriertheit
  • Innere Unruhe und Bewegungsdrang
  • Nervosität, Gereiztheit und Aggressivität
Quelle: ADAC motorwelt 3/2018

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Stefanie Effer

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