4 Regeln, die Autofahrer im Winter beachten sollten

Schlechte Witterungsbedingungen wie Glätte erfordern im Winter mehr Aufmerksamkeit beim Autofahren. Der Winter bringt noch weitere Besonderheiten mit sich. Wir haben einige Fakten zusammengestellt, die auch für Sie von Interesse sind. Wenn sich Ihre Dienstwagenfahrer daran halten, drohen keine Bußgelder und sie sind vor allem sicherer unterwegs.

Autoscheiben vereist: Ein Guckloch reicht nicht aus

Wenn es morgens einmal schnell gehen muss, kratzen sich Autofahrer oft nur ein kleines Sichtfeld auf der Windschutzscheibe frei. Was viele nicht wissen: Fahren mit eingeschränkter Sicht ist ein Verstoß gegen die StVO (siehe § 23 Abs. 1 StVO). Vor der Fahrt müssen also alle Autoscheiben von Schnee und Eis befreit werden. Neben einer uneingeschränkten Sicht muss der Fahrer zudem gewährleisten, dass die Kfz-Kennzeichen gut lesbar sind und das Dach des Wagens größtenteils von Schnee befreit wurde. Herunterfallende Schneemassen können ansonsten zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer werden.

Laden Sie hier unser kostenloses Merkblatt rund um die Fahrerunterweisung  herunter - mit Tipps zur Durchführung!„Lass schon mal den Motor laufen!“

Gerade im Winter möchte man es ganz schnell warm im Auto haben. Viele Autofahrer lassen daher gerne einmal den Motor laufen, während sie das Auto vom Schnee befreien. Den Motor lange Zeit in der Parkposition warm laufen zu lassen, schadet allerdings nicht nur dem Motor, sondern auch der Umwelt. Auch hier greift die Straßenverkehrsordnung:

„Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermäßig laut zu schließen.“ (§ 30 Abs. 1 StVO)

Eingeschneite Verkehrsschilder

Bei starkem Schneefall kann es vorkommen, dass Straßenschilder nicht mehr lesbar sind. Führt dies zu einem Unfall, muss der Autofahrer nachweisen, dass die Verkehrsschilder zum Tatzeitpunkt nicht erkennbar waren. Denn generell gilt für Verkehrszeichen der Sichtbarkeitsgrundsatz. Demnach müssen Verkehrsschilder so aufgestellt sein, dass sie auf den ersten Blick deutlich erkennbar sind. Ausnahmen sind beispielsweise Schilder, die aufgrund ihrer auffälligen Form auch ohne Symbol erkennbar sind. Auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen kann trotz schlechter Lesbarkeit einer Geschwindigkeitsbegrenzung ein Bußgeld drohen – sofern die Fahrweise nicht an die Witterungsverhältnisse angepasst war.  

Bei schlechter Sicht auch tagsüber mit Abblendlicht fahren

Bei einer Nachtfahrt oder während der Dämmerung ist es nicht erlaubt, ohne Beleuchtung auf deutschen Straßen unterwegs zu sein. Eine entsprechende Regelung für Fahrten am Tag existiert jedoch nicht. Allerdings gibt es Situationen, in denen das Abblendlicht auch am Tag angeschaltet werden muss: Kann der Fahrer die Straße aufgrund von Regen, Nebel oder Schnee schlecht einsehen, ist das Einschalten des Abblendlichts Pflicht (§ 17 Abs. 3 StVO).

 

Über Fahrerunterweisung informieren

 

Das könnte Sie auch interessieren: 

 

Zurück zur Blogübersicht

Lesezeit

Durchschnittliche Lesezeit: 3 min

Beliebteste Beiträge

Neueste Beiträge

Sie haben Themenwünsche?

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil!