Corporate Carsharing einführen: In 7 Schritten zum Ziel

Corporate Carsharing einführen: In 7 Schritten zum Ziel
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Bei Privatpersonen hat sich das Teilen von Fahrzeugen bereits durchgesetzt: Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Carsharing-Nutzer um 23 Prozent, die Anzahl der Fahrzeuge um 27 Prozent. Nach und nach entdecken auch immer mehr Unternehmen die Vorteile von Carsharing. Worauf es bei der Implementierung von Corporate Carsharing im Fuhrpark ankommt und welche Vorzüge es gegenüber dem herkömmlichen Firmenwagen hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis:

Wie funktioniert Corporate Carsharing?

Im Vergleich zum klassischen Dienstwagenmodell, bei dem Mitarbeitern ein Firmenwagen fest zugewiesen wird, werden beim Corporate Carsharing die Fahrzeuge geteilt. Mitarbeiter können diese dann je nach Bedarf nutzen. Solch ein Carsharing-Konzept eignet sich dabei vor allem für Fuhrparks, deren Fahrer viele Kurzstrecken zurücklegen und nur unregelmäßig oder selten Dienstreisen unternehmen.

Worauf ist bei der Einführung von Corporate Carsharing im Fuhrpark zu achten?

Die Einführung von Corporate Carsharing im Fuhrpark erfordert eine sorgfältige Planung und sollte schrittweise umgesetzt werden. Für den Erfolg ist es außerdem wichtig, das Konzept in der Unternehmensstrategie zu verankern und die Mitarbeiter von Anfang an einzubeziehen. Kommunizieren Sie die Vorteile des Konzepts und führen Sie Schulungen durch, um Missverständnissen vorzubeugen.

Bei der Umsetzung sollten Sie folgende Schritte berücksichtigen:

Schritt 1: Bedarfsanalyse

Vor der Einführung von Corporate Carsharing sollten Sie den Mobilitätsbedarf und die Nutzungsgewohnheiten der Mitarbeiter im Fuhrpark analysieren. Wann ist die Auslastung am höchsten und wann kommt es zu Leerlaufzeiten? Welche Arten von Fahrzeugen werden am häufigsten benötigt? Wie viele Carsharing-Fahrzeuge werden insgesamt benötigt?

Schritt 2: Interne Organisation

Damit die Nutzung der Poolfahrzeuge reibungslos verläuft, gibt es im Vorfeld verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Wie erfolgen Buchung und Rückgabe? Wer ist für die Reinigung verantwortlich? Das Thema Halterhaftung ist beim unternehmens­eigenen Carsharing ebenfalls ein wichtiger Faktor, denn auch bei Poolfahrzeugen müssen gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Vor jeder Fahrt muss daher abgeglichen wer­den, ob Führerschein und Fahrerunterweisung noch aktuell sind.

Schritt 3: Test mit Pilotgruppe

Testen Sie die Implementierung zunächst mit einer Gruppe ausgewählter Mitarbeiter. Dadurch lässt sich wertvolles Feedback sammeln, um das Konzept zunächst zu optimieren und später erfolgreich im gesamten Fuhrpark umzusetzen.

Schritt 4: Einsatz einer Softwarelösung

Eine Carsharing Software erleichtert die Buchung und Verwaltung der Poolfahrzeuge erheblich. Sie übernimmt die Fahrzeugdisposition sowie Kommunikation mit den Fahrern und liefert Auswertungen rund um Fahrzeugnutzung und -auslastung. Bei der Wahl einer geeigneten Softwarelösung sollten Sie darauf achten, dass die Funktionen des Tools auch Ihren Bedürfnissen und Anforderungen im Fuhrpark entsprechen.

Schritt 5: Fahrzeugzugang

Zu einem effizienten Corporate Carsharing gehört auch der flexible Zugang zum Fahrzeug. Hier bietet sich bspw. der Einsatz eines Schlüsselkastens an, aus dem Fahrer den passenden Schlüssel dank Chipkarte oder PIN-Code entnehmen können. Alternativ lässt sich eine Schlüsselbox im Fahrzeug platzieren, die per Smartphone-App gesteuert werden kann und das Signal zum Öffnen und Schließen via Bluetooth empfängt. 

Schritt 6: Poolfahrzeugvereinbarung

Wie eine Car Policy für Dienstwagen regelt eine Poolfahrzeugvereinbarung die Nutzung von Carsharing-Fahrzeugen im Fuhrpark. Sie hilft dabei, Transparenz zu schaffen und Missverständnissen und Konflikten vorzubeugen. In dem Regelwerk sollte bspw. definiert werden, welche Mitarbeiter zur Nutzung berechtigt und ob private Fahrten mit den Fahrzeugen erlaubt sind.

Schritt 7: Kontinuierliche Optimierung und Auswertung

Holen Sie sich regelmäßig Feedback der Mitarbeiter ein, um Schwachstellen zu identifizieren und das Carsharing-Konzept konstant zu optimieren.

Welche Vorteile bietet Carsharing im Vergleich zum klassischen Dienstwagenmodell?

Während ein personengebundener Dienstwagen meist mit hohen Standzeiten zu Buche schlägt, hilft Corporate Carsharing dabei, die Auslastung der Fahrzeuge zu erhöhen. Dadurch kann die Fahrzeuganzahl minimiert und die Kosten im Fuhrpark erheblich gesenkt werden. Denn mit weniger Fahrzeugen in der Flotte verringern sich auch die Ausgaben für Versicherungen, Steuern und Wartungen.

Der Einsatz von Poolfahrzeugen ist zudem auch ökologisch sinnvoll und hilft dabei, Ressourcen effizienter einzusetzen. Insbesondere wenn E-Fahrzeuge in das Carsharing-Konzept integriert werden, kann der ökologische Fußabdruck noch weiter minimiert werden. Immer mehr Arbeitnehmer erwarten solch ein nachhaltiges und gleichzeitig flexibles Mobilitätsangebot. Unternehmen, die auf Carsharing im Fuhrpark setzen, können so ihre Attraktivität als Arbeitgeber stärken.

Fuhrparkverantwortliche müssen sich dabei nicht zwischen dem traditionellen Firmenwagenmodell und Corporate Carsharing entscheiden. Vielmehr geht es darum, im Fuhrpark einen Mobilitätsmix zu schaffen, der verschiedene Angebote wie Poolfahrzeuge, Firmenwagen oder Diensträder miteinander vereint und den individuellen Mitarbeiterbedürfnissen gerecht wird. Zudem lässt sich nicht immer die gesamte Flotte durch Poolfahrzeuge ersetzen. Fahrzeuge mit besonderer Ausstattung oder die eine besondere Genehmigung zum Führern erfordern, eignen sich nicht für ein Carsharing-Konzept. Dies liegt zum einen daran, dass sie nur Fahrern genutzt werden, die entsprechende Lizenzen und Schulungen nachweisen können. Zum anderen wird der Einsatz dieser Fahrzeuge meist im Voraus gut geplant, was weniger kompatibel mit einem flexiblen Carsharing-Modell ist.

Wie erleichtert eine Softwarelösung Corporate Carsharing?

Die Verwaltung der Poolfahrzeuge mit dem Kalendertool des E-Mail-Providers scheint zunächst eine kostengünstige Lösung zu sein. Doch diese stößt schnell an ihre Grenzen und bietet nur begrenzte Möglichkeiten. Eine Carsharing Software wie Fleethouse hingegen vereinfacht das Corporate Carsharing im Fuhrpark – sowohl für die Fuhrparkleitung als auch für die Fahrer.

Mitarbeiter können ein Fahrzeug unkompliziert via Smartphone-App oder Webanwendung buchen. Die Software weist dann unter Berücksichtigung der Leasingkilometer und der Reichweite von E-Fahrzeugen einen passenden Wagen zu. Doppelbuchungen werden dank der Software verhindert. Bei Verspätungen, Umbuchungen oder Stornierungen erhalten die Fahrer eine automatische Benachrichtigung per E-Mail. Bei der Rückgabe der Fahrzeuge können Schäden, Mängel oder Verschmutzungen dokumentiert und an das Fuhrparkmanagement weitergeleitet werden.

Auch bei gesetzlichen Themen wie der Halterhaftung unterstützt Fleethouse, indem vor Fahrtantritt die Gültigkeit von Führerscheinkontrolle und Fahrerunterweisung abgeglichen werden kann. Darüber hinaus liefert die Software detaillierte Berichte und Analysen zur Fahrzeugauslastung. Diese helfen, die Effizienz weiter zu steigern und Kosten einzusparen.

 

Über Fleethouse                                                                             

Die Fuhrparkplattform Fleethouse ist die Komplettlösung für das digitale Fuhrparkmanagement. Die modular aufgebaute Cloudlösung bietet alle Funktionen, um die gesamte Organisation der Fahrzeuge zu digitalisieren und zu strukturieren. Fleethouse setzt dabei auf bewährte Standardprozesse in Kombination mit weiteren Services wie Corporate Carsharing und dem Auto Abo. Die Marke wurde 2022 von der Carano Software Solutions GmbH in Berlin gegründet. Erfahren Sie mehr über Fleethouse unter: www.fleethouse.com

 



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