Reifenmanagement: Outsourcing und Wissenswertes über Reifen

Zwischen Terminplanung, Reifeneinlagerung und Rechnungsprüfung fehlt oft die Zeit für das Wesentliche. Lohnt sich Outsourcing im Reifenmanagement wirklich – oder ist die interne Abwicklung günstiger? Wir zeigen Ihnen, welche Vor- und Nachteile externe Dienstleister mitbringen und wie Sie die Verkehrssicherheit Ihrer Flotte trotzdem im Blick behalten.
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Reifenmanagement: Outsourcing und Wissenswertes über Reifen © Petro – stock.adobe.com

Inhaltsverzeichnis:

Auf einen Blick:

  • Zeitgewinn und Planungssicherheit: Das Outsourcing des Reifenmanagements über Full-Service-Verträge reduziert Ihren administrativen Aufwand massiv und bietet durch Pauschalraten finanzielle Sicherheit bei der Planung.
  • Bleibende Verantwortung: Trotz externer Dienstleister verbleibt die Halterverantwortung im Unternehmen. Deshalb müssen Sie sicherstellen, dass die Reifen verkehrssicher sind und Wechselintervalle eingehalten werden.
  • Digitale Kontrolle: Mit Lösungen wie der LapID Fahrzeugverwaltung binden Sie Fahrer aktiv ein, um den Reifenzustand regelmäßig zu dokumentieren und Compliance-Vorgaben einfach zu erfüllen.

Outsourcing: Reifenmanagement

Im Fuhrparkmanagement spielen der Reifenwechsel und das Reifenmanagement generell eine wichtige Rolle. Der Fuhrparkverantwortliche muss sicherstellen, dass die Dienstwagenfahrer mit der richtigen undverkehrstauglichen Bereifung unterwegs sind. Bei mehreren Dienstwagen und einem Wechselintervall von 2 Mal im Jahr pro Fahrzeug stellt sich daher die Frage, ob Outsourcing sinnvoll ist.

Was bedeutet Outsourcing im Reifenmanagement?

Beim Outsourcing werden die Verantwortung rund um die Bereifung an einen externen Dienstleister abgegeben. Dies geschieht oft über die Leasinggesellschaften. Diese haben im Rahmen des Full-Service-Leasing meist Rahmenverträge mit großen Reifenhandelsketten abgeschlossen.

Welche Leistungen sind beim Outsourcing des Reifenmanagements enthalten?

Die Leistungen variieren je nach Partner, umfassen in der Regel aber den saisonalen Reifenwechsel, die Einlagerung von nicht genutzten Reifensätzen und die Ersatzbeschaffung bei Verschleiß oder Defekt. Außerdem übernehmen Dienstleister mitunter auch die Kontrolle des Reifendrucks und die Wuchtung der Reifen.

Ab wann lohnt sich das Outsourcing des Reifenmanagements im Fuhrpark?

Das Outsourcing des Reifenmanagements lohnt sich insbesondere für dezentral organisierte Fuhrparks, deren Fahrzeuge weit verstreut sind. Aber auch für große Fuhrparks mit einer Vielzahl von Fahrzeugen kann es sinnvoll sein, dass Reifenmanagement extern zu organisieren.

Die Fahrer können dann auf das Partnernetzwerk zurückgreifen und Fragen rund um die Reifen der Dienstwagen direkt vor Ort klären, statt in die Zentrale fahren zu müssen. Für kleinere, lokal agierende Flotten ist die eigene Organisation des Reifenmanagements in Zusammenarbeit mit einer Vertragswerkstatt hingegen oft günstiger.

Welche Vorteile sind mit dem Outsourcing verbunden? 

Das Reifenmanagement an einen externen Dienstleister auszulagern, kann das Unternehmen personell entlasten. Mitarbeiter werden oftmals durch den externen Dienstleister entlastet und haben wieder freie Kapazitäten für anderweitig Aufgaben.

Ein weiterer Vorteil kann sein, dass Unternehmen zusätzliches Knowhow durch den Spezialisten (externen Dienstleister) gewinnen. Oftmals sind diese so spezialisiert, dass sie dem Auftragnehmer einen Mehrwert bieten:

  • Kosten einsparen: Bessere Konditionen und Möglichkeiten beim Einkauf der Reifen.
  • Geringer Verwaltungsaufwand: Kein Lagern, keine Termine, kein Zustand-Check. Die Reifen die Aufgezogen werden sind immer sicher.
  • Fokus auf Kernkopetenz ausrichten: Das Fuhrparkmanagement kann sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Eine Sorge weniger.

Dies sind allgemeine Aspekte, die für Outsourcing sprechen. Individuell betrachtet kann es auch hier mehr Punkte geben von denen ein Fuhrpark profitieren kann.

Wer trägt die Verantwortung für die Verkehrssicherheit?

Auch, wenn das Reifenmanagement an einen externen Dienstleister übertragen wird, bleibt die Verantwortung für die Verkehrssicherheit beim Unternehmen. Denn der Halter muss sicherstellen, dass die Fahrzeuge, die am Straßenverkehr teilnehmen, verkehrstüchtig und verkehrssicher sind. Daher muss trotz externem Dienstleister sichergestellt werden, dass dieser seine Arbeit korrekt erledigt und die Fahrer alle Termine einhalten.

Vor- und Nachteile von Reifen-Outsourcing

Vorteile:

Nachteile:

Entlastung und Effizienz: Das Fuhrparkmanagement muss keine Rechnungen für jeden einzelnen Reifenwechsel prüfen und freigeben. Der administrative Aufwand sinkt.

Planungssicherheit: Oft werden feste monatliche Raten (Reifenpauschalen) vereinbart. Das macht die Kostenkalkulation für die Laufzeit des Fahrzeugs vorhersehbar.

Bequemlichkeit für Fahrer: Fahrer können über Tankkarten oder Service-Cards direkt Termine bei Partnerwerkstätten machen, ohne in Vorleistung zu treten.

Professionelle Lagerung: Die Reifen werden fachgerecht gelagert, was die Lebensdauer erhöht und Platz auf dem Firmengelände spart.

Kosten: Full-Service-Raten enthalten Risikozuschläge der Anbieter. Fahren Ihre Mitarbeiter sehr materialschonend, zahlen Sie in der Pauschale eventuell mehr als bei einer Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand.

Eingeschränkte Werkstattwahl: Sie und Ihre Fahrer sind an das Partnernetzwerk des Dienstleisters gebunden.

Verlust an Kontrolle: Sie haben weniger direkten Einfluss darauf, welche Reifenmarken genau montiert werden, sofern nicht anders vertraglich geregelt.

Inhouse-Reifenmanagement: Manuell vs. Digital

Alternativ zum Outsourcing können Unternehmen das Reifenmanagement eigenständig Inhouse übernehmen. Hier gibt es sowohl die Möglichkeit eines manuellen Prozesses als auch die Unterstützung durch digitale Lösungen.

Der manuelle Prozess

Die manuelle Verwaltung ist oft mit hohen Aufwänden verbunden: sei es die Pflege von Excellisten oder das Nachhalten von Terminen. Fahrer müssen regelmäßig an den anstehenden Reifenwechsel erinnert werden. Der Zustand der Reifen wird meist nur beim Werkstattbesuch überprüft. Eine Kontrolle zwischen den Wechselterminen findet nicht statt. So hat das Fuhrparkmanagement keinen Überblick darüber, ob Reifen zum nächsten Reifenwechsel ausgetauscht und erneuert werden müssen.

Der LapID Prozess

Mit LapID werden wichtige Themen rund um das Reifenmanagement digital abgebildet. Die Erinnerung für den nächsten Reifenwechsel kann digital an den Fahrer übermittelt werden. Außerdem können die Fahrer Rechnungen und Unterlagen zu neuen Reifen einfach digital an das Fuhrparkmanagement übermitteln. Unterjährig können Fuhrparkmanager die Reifenprofiltiefen bei den Fahrern abfragen und dokumentieren.

Das LapID System erfasst alle Informationen lückenlos und sicher in der digitalen Fahrzeugakte.

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