Optimales Leasingmanagement
Damit das Ende des Leasing-Vertrags für Sie nicht überraschend kommt, lohnt es sich, eine digitale Fahrzeugverwaltung wie die von LapID zu nutzen. Dort können Sie alle relevanten Informationen des Leasing-Vertrags zentral erfassen. Wenn Leasingverträge auslaufen, erhalten Fuhrparkverantwortliche eine Benachrichtigung. Auch wenn Laufzeiten oder Laufleistungen überschritten werden, gibt das System eine Warnung aus. Es berechnet außerdem für Sie die Mehr- und Minderkilometer auf Basis des KilometerstandesKm-Standes. Zusätzlich können weitere Termine und Aufgaben in der LapID Fahrzeugverwaltung erfasst werden. Dafür haben Fuhrparkmanager verschiedene Vorlagen zur Auswahl, so z.B. auch die Vorbereitung für die Fahrzeugrückgabe beim Leasing.
Smart Repair und Spot Repair
Bei kleinen Beulen im Blech, Flecken im Sitzbezug oder Löchern und Rissen in Kunststoffteilen reicht häufig das sogenannte Smart Repair aus. Diese Methode ist wesentlich günstiger als eine klassische Reparatur – und kostet deutlich weniger als ein möglicher Austausch des Fahrzeugteils. Spot Repair wiederum kommt bei kleineren Lackschäden zum Einsatz. Es ist auf die Schadstelle begrenzt, eine Demontage und Neulackierung ist nicht notwendig. Faustregel: Die beschädigte Fläche sollte nicht größer als ein DIN A5-Blatt sein.
Wichtig:
Das eigene Gutachten, die professionelle Fahrzeugaufbereitung und die Behandlung von kleineren Schäden mit der Smart- oder Spot-Repair-Methode sind Maßnahmen, um Kosten bei der Leasingrückgabe einzusparen.
Weitere Informationen zum Thema Smart Repair:
Fahrzeugzustand dokumentieren
Der Übergabetermin steht an. Bei der Rückgabe müssen Sie alle Teile und Dokumente, die zum Fahrzeug gehören, mit abgeben. Dazu gehören Schlüssel, Tankkarten, Originalbereifung (sofern vereinbart) und sonstiges Zubehör. Zusätzlich angebrachtes Zubehör, wie z. B. eine Handhalterung oder Aufkleber, sollten Sie vorab entfernen.
Unmittelbar vor der Rückgabe sollte der Leasingnehmer das Auto (von) innen und außen und von allen Seiten fotografieren. Auch Schäden sollten festgehalten werden, am besten mit einer Münze oder einem Lineal daneben zum Größenvergleich. Dokumentieren Sie auch den Kilometerstand.
Besonders wichtig ist diese (auch fotografische) Dokumentation für den Fuhrparkmanager, bevor das Fahrzeug den eigenen Hof verlässt und zum Leasinggeber (oder Händler) übergeht. Hintergrund: Beim Transfer des Fahrzeugs oder durch Standzeiten beim Leasinggeber können Schäden am Leasingfahrzeug entstehen, die der Kunde dann in der Regel nicht übernehmen muss.
Befürchten Sie Probleme bei der Rückgabe des Fahrzeugs, empfiehlt es sich vorab einen unabhängigen Gutachter zur Prüfung zu beauftragen.
Die Übergabe
Nach der optischen Aufbereitung glänzt das Auto, Sitzpolster und Fußmatten sind sauber, persönliche Gegenstände des Leasingnehmers oder Nutzers wurden entfernt. Gut, denn der Gesamteindruck ist entscheidend. Hat der Gutachter ein sichtlich gepflegtes Auto vor sich, stimmt ihn das sicher positiv und er wird möglicherweise eher gewillt sein, über Kleinigkeiten hinwegzusehen. Natürlich kann er das Fahrzeug auch besser begutachten, wenn kein Dreck an ihm klebt. Oberste Priorität hat natürlich immer der technisch einwandfreie Zustand des Fahrzeugs.
Es gibt zwar selten größere Auseinandersetzungen bei der Rückgabe des Autos, aber wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zu dem Termin auch einen neutralen Zeugen mitnehmen. Gemeinsam mit dem Leasinggeber (oder einem von ihm beauftragten Dritten) wird nun ein Übergabeprotokoll angefertigt – entweder in schriftlicher Form oder elektronisch.
Prüfen Sie dieses Übergabe- und Mängelprotokoll vor der Unterzeichnung gründlich und unterschreiben Sie erst dann. Verlangen Sie in jedem Fall eine Kopie der dokumentierten Übergabe.
Ebenfalls sollten Sie klären, wer für die Abmeldung des Fahrzeugs zuständig ist. Die Verantwortung hierfür kann im Fuhrparkmanagement aber auch beim Händler/ der Leasinggesellschaft liegen.
Schadenkatalog als Grundlage
In Paragraf 538 BGB heißt es: „Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache, die durch den vertragsgemäßen Gebrauch herbeigeführt werden, hat der Mieter nicht zu vertreten.“ Diese sind durch die Leasingrate abgedeckt. An der Definition scheiden sich jedoch häufig die Geister. Damit der Rückgabeprozess möglichst eindeutig und nachvollziehbar für alle Beteiligten wird, hat der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) ein Regelwerk zur fairen Fahrzeugbewertung aufgestellt, der vielen Leasinggesellschaften als Grundlage für ihren eigenen Schadenkatalog dient. Darin werden Art und Ausmaß von akzeptablen und nicht akzeptablen Schäden präzise erläutert und beschrieben sowie mit Fotos und Zeichnungen illustriert.
Zu den akzeptablen Gebrauchsspuren und Verschleißmängeln zählen beispielsweise kleine Schrammen rund um die Türgriffe oder den Tankdeckel und kleine Steinschlagspuren. Diese werden in der Regel nicht in Rechnung gestellt. Für größere Mängel, etwa große Kratzer, Steinschläge mit Rissbildung oder Verformungen am Blech, muss der Leasingnehmer dagegen aufkommen.
Im Zweifel liegt die Beweislast bei der Leasinggesellschaft. Diese darf dem Kunden nicht die Reparaturkosten berechnen, also die Kosten, die zur Beseitigung des Schadens nötig wären, sondern nur den Minderwert, der durch Schäden oder Mängel am Fahrzeug entstanden ist.
Tipp:
Fordern Sie den Schadenkatalog bereits zu Beginn der Leasingzeit an. Dann wissen Sie, auf welche Mängel Sie besonders achten müssen und können sie beheben oder mögliche Mehrkosten rechtzeitig kalkulieren.
Protokoll sorgfältig prüfen
Das Protokoll wird am Ende von beiden Parteien unterschrieben. Prüfen Sie es genau, bevor Sie Ihre Unterschrift daruntersetzen: Achten Sie darauf, dass das Formular vollständig ausgefüllt ist und mögliche Schäden darin genau bezeichnet sind. Lassen Sie sich nicht drängen. Sie können das Protokoll auch in Ruhe durchsehen und zu einem späteren Zeitpunkt unterschreiben.
Fazit: Als Fuhrparkmanager, Dienstwagenberechtigter oder auch privater Leasingnehmer können Sie vorab einiges tun, um die Übergabe Ihres Fahrzeugs entspannt und stressfrei zu gestalten. Dann haben Sie auch während der Vertragslaufzeit Freude an Ihrem Leasingfahrzeug.


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