Fahrzeugzulassung im Um- und Aufbruch

Mit dem Projekt i-Kfz wird die Zulassung von Kraftfahrzeugen einer dringend notwendigen Digitalisierungskur unterzogen. Für Fuhrparkmanager ist aber noch keine Erleichterung in Sicht: Die internetbasierte Fahrzeugzulassung soll nur natürlichen Personen offenstehen.

Dabei machen die gewerblichen Registrierungen mehr als die Hälfte aller Zulassungen aus. Im Jahr 2017 waren rund 65 Prozent der Neuzulassungen gewerblich. Der Bundesverband Fuhrparkmanagement e. V. geht davon aus, dass mit der digitalen Registrierung für das Gewerbe etwa 40 Millionen Euro gespart werden könnten. Zudem würde es die oft überlasteten Registrierungsstellen entlasten.

Bis es so weit ist, gibt es aber noch andere Möglichkeiten: Eine ganze Branche hat sich auf das Abwickeln solcher Anmeldeprozesse spezialisiert. Wir haben im bfp Gastbeitrag für Sie genauer hingesehen und die wichtigsten Infos gesammelt.

Unterstützung von Dienstleistern

Diese spezialisierten Dienstleister kümmern sich um alle Abläufe rund um An-, Um- und Abmeldung. Oft übernehmen sie dabei auch das notwendige Dokumentenmanagement - lästige Papierarbeit adé. Über die Webportale der Dienstleister kann man vom Schreibtisch aus alle nötigen Daten eintragen und die Verfügbarkeit der Dokumente angeben. Diese werden später per Kurierdienst an die Zulassungsstelle geliefert.

Der Dienstleister übernimmt alle anfallenden Folgeaufgaben, vom Behördengang bis hin zur Erstellung des Wunschkennzeichens. Nach wenigen Tagen liegt das Nummernschild auf dem Schreibtisch des Auftraggebers.

Die Kosten richten sich nach Volumen und den einzelnen Dienstleistungen. Auch die jeweilige Zulassungsstelle hat Einfluss auf die Gesamtkosten. Ein Zulassungsservice beginnt in der Regel bei ca. zwölf Euro je Fahrzeug. Für das Dokumentenmanagement kann man mit Kosten zwischen zwei und 15 Euro rechnen.

Kunden profitieren von Skaleneffekten

Aber warum sollten Fuhrparkbetreiber mit diesen Dienstleistern zusammenarbeiten und was muss dort mindestens angeboten werden?

Zum einen ist die gesamte Zulassung durch Prozesse und Software optimiert. Zum anderen macht es die Masse: Kunden profitieren wegen der hohen Fallzahlen von Skaleneffekten. Je mehr gleiche Arbeiten gemacht werden, desto mehr Zeit und Geld wird gespart. Klassische Outsourcing-Argumente spielen also eine große Rolle.

Neben behördlichen Vorgängen, Überführungen und dem Dokumentenmanagement werden auch weitere Dinge, wie etwa das Strafzettelmanagement und die Protokollierung von Gefahrenübergängen, übernommen – oft europaweit.

Fahrzeugdokumente und Ersatzschlüssel

Mit der reinen Anmeldung endet das Leistungsspektrum oft nicht. Die Dienstleister bewahren alle Unterlagen professionell auf – und vor allem sicher. Die Fahrzeugdokumente lagern in einem geschützten Hochsicherheitsbereich, der jederzeit online oder im Original für den Kunden zugriffsbereit ist.

Per Internet und Passwort können nur autorisierte Personen Tag und Nacht auf die gesicherten Daten zugreifen. Die Dokumenteninhalte liegen zusätzlich in digitaler Form vor.

Aber es geht nicht nur um Fahrzeugdokumente. So bieten die Dienstleister neben dem digitalen Speichern von Fahrzeugdokumenten auch Schlüsselarchive zur komfortablen Sicherung von Ersatzschlüsseln. Kein Problem also, wenn ein Fahrer den Schlüssel seines Firmenwagens verliert.

Europaweite Dienstleistungen

Richtig kompliziert wird es, wenn Zulassungen im europäischen Ausland ins Spiel kommen, denn alle europäischen Länder haben unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Prozessen und Unterlagen. Auch hier können Dienstleister durch ihre Erfahrung für Erleichterung bei der Zulassung sorgen.

Dr. Mirko Dobberstein, Geschäftsführer der DAD, Deutscher Auto Dienst GmbH, hat einige konkrete Beispiel parat: "Die Niederlande z. B. generieren einen 4-stelligen PIN, der dem Eigentümer übermittelt wird, und eine Checkkarte, die unserer ZBI entspricht und ins Fahrzeug gehört. Die Italiener haben die Eigentumsbescheinigung digitalisiert und anschließend für 2019 die Zusammenlegung von Fahrzeugbrief und Eigentumsbescheinigung beschlossen, sodass es hier in Zukunft weniger Fahrzeugdokumente geben

 

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