Auf einen Blick
Trotz der Diskussionen um Fahrverbote sind die Preise und die Nachfrage nach Diesel-Gebrauchtwagen aktuell noch stabil.
Experten warnen jedoch vor einem künftigen Wertverlust, falls die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen weiter sinkt.
Fuhrparks sollten sich zur Risikominimierung mittel- und langfristig mit alternativen Antriebsmodellen auseinandersetzen.
So hat Volvo beispielsweise diese Woche bekannt gegeben, dass Volvo-Neuwagen ab 2019 batteriebetrieben oder mit Hybridantrieb fahren sollen. Der Carsharing-Anbieter Cambio stellt seine Flotte derzeit sukzessiv auf Benziner um und möchte den Anteil an E-Autos und Hybriden erhöhen.
Derzeitige Auswirkungen auf Preis und Nachfrage
Derzeit haben sich der Abgasskandal und mögliche Fahrverbote noch nicht auf den Wert von Dieselfahrzeugen ausgewirkt. Am Gebrauchtwagenmarkt sind bisher noch kein Preisverfall und kein Einbruch bei der Nachfrage spürbar. Die Restwerte sind stabil. Dies zeigt eine Untersuchung der Deutschen Automobil Treuhand GmbH.
Zukünftige Entwicklung
Wie sich dies allerdings entwickelt, bleibt abzuwarten. So warnen beispielsweise der ADAC und der Bundesverband freier Kfz-Händler vor einem Wertverlust bei Dieselfahrzeugen durch eine sinkende Nachfrage.
Für Firmenfuhrparks ist mit diesem Thema eine große Unsicherheit verbunden. Kurzfristig kann gerade bei Kilometer-Leasing noch mit geringem Risiko auf Dieselfahrzeuge gesetzt werden. Mittel- und langfristig schadet es Fuhrparks aber sicherlich nicht, sich mit alternativen Antriebsmodellen auseinanderzusetzen: Dies ist zum einen gut für die Umwelt. Zum anderen bereiten drohende Fahrverbote oder Restwertrisiken bei der Nutzung alternativer Antriebsmodelle keine Sorgen.

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