Digitale Varianten zur Tankkarte

Das bargeldlose Bezahlen ist nach dem Tanken längst nichts Neues mehr. Am Markt gibt es seit Jahren etliche Anbieter für Tankkarten, die ihren Kunden bequem eine bargeldlose Bezahlung ermöglichen. Doch mittlerweile gibt es auch Systeme, die sogar auf Karten als Zahlungsmittel verzichten. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten vor und werfen einen Blick in die Zukunft.

Verschiedene Varianten

Nicht mehr ganz so neu, aber dennoch zukunftsweisend ist die Bezahlung des Tankeinkaufs mit dem Smartphone. Dafür wird, ähnlich wie bei den NFC-fähigen Kreditkarten, ein NFC-Chip am Smartphone angebracht. Für die Bezahlung der Tankfüllung muss dieses dann relativ dicht an das Kartenlesegerät gehalten werden. Sobald der Bezahlvorgang erfolgreich war, ertönt ein Signal oder es erscheint ein Bestätigungstext auf dem Display des Kartenlesers. Die Bezahlung mit einem NFC-Chip am Handy ist dabei genauso sicher wie die Bezahlung mit herkömmlichen EC- und Kreditkarten.

Echte Zukunftsmusik spielt sich seit einiger Zeit auch in Berlin ab. Dort haben ein Carsharing-Betreiber und eine Tankstellenkette ein neues Projekt gestartet, bei dem der Fahrer die Tankfüllung problemlos aus dem Auto heraus bezahlen kann. Dabei kommuniziert das Auto des gemeinsamen Kunden direkt mit dem Kassensystem der Tankstelle.

Eine „digitale Tankkarte“ ortet über das Navigationssystems des Fahrzeugs den Standort der Tankstelle. Der Tankvorgang kann nach dem Ausschalten des Motors über das Display des Navigationssystems bzw. Fahrzeugdisplays gestartet werden. Der Fahrer tankt das Auto daraufhin wie gewohnt. Anstatt anschließend den Weg zum Kassenhäuschen oder einen Bezahlautomaten der Tankstelle anzutreten, kann sich der Fahrer zurück in sein Fahrzeug setzen. Im Display gibt er die Nummer der verwendeten Zapfsäule an und der Bezahlvorgang wird automatisch abgewickelt. 

Auch international gibt es Projekte, die das Bezahlen an Tankstellen noch einfacher und bequemer gestalten wollen. Dafür arbeitet beispielsweise ein Autohersteller in London mit Onlinebezahldiensten wie Apple Pay oder PayPal zusammen. Die Bezahlung erfolgt dann einfach per App aus dem Auto heraus.

Die Firmentankkarte nur für das Firmenfahrzeug nutzen

Betanken Sie Ihren Privatwagen mit Hilfe der Firmentankkarte, machen Sie sich nach 
§ 280 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) strafbar und müssen mindestens mit einer Abmahnung oder sogar fristlosen Kündigung rechnen. Nach § 387 BGB darf der Arbeitgeber sogar den entstandenen Schaden von Ihrem Gehalt abziehen.

Ausblick

Bisher handelt es sich bei diesen Bezahlmöglichkeiten nur um Testprojekte, die noch keinen flächendeckenden Einsatz finden. Die Tendenz geht jedoch klar in Richtung Digitalisierung und wird sich vermutlich langfristig gesehen etablieren. Ob aber jeder Tankstellenbetreiber damit zufrieden sein wird, dass die Kunden für den Bezahlvorgang nicht mehr den Tankstellen-Shop betreten müssen und ihm dadurch Chancen zum Verkauf von Autozubehör oder Lebensmitteln entgehen, wird sich zeigen.

 

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