Nachhaltige betriebliche Mobilität umsetzen - Interview mit nabemo

Die betriebliche Mobilität nachhaltig und effizient gestalten - das ist in Zeiten, in der Klima- und Umweltschutz wichtiger sind denn je, eine Herausforderung für viele Unternehmen. Doch wie ist es eigentlich um den eigenen Fuhrpark bestellt und wie ermittelt man den eigenen Mobilitätsbedarf? Diesen und weiteren Fragen hat sich Pascal Block, Gründer von nabemo, angenommen. Was genau dahinter steckt und wie er Unternehmen in Sachen nachhaltiger Mobilität unterstützen kann, verrät er im Interview. 

Hallo Pascal! Schön, dass wir uns heute unterhalten. Erzähl uns doch bitte ein wenig über dich und deine Verbindung zu LapID.

Pascal-Block-nabemoHallo liebes LapID Team – sehr gerne. Schön, dass Ihr euch die Zeit für mich genommen habt! Mein Name ist Pascal Block und ich bin der Gründer von nabemo. Wir helfen Unternehmen und Organisationen dabei, nachhaltige Mobilitätslösungen zu finden und ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Der Name nabemo steht dabei für nachhaltige betriebliche Mobilität.

Meine Verbindung zu LapID ist schnell erklärt: Bevor ich nabemo gegründet habe, war ich zweieinhalb Jahre strategischer Projektmanager der Geschäftsführung bei LapID. In dieser Zeit habe ich unglaublich viel über Unternehmensführung und die Fuhrparkbranche gelernt. Letztendlich hat mich diese Rolle dazu befähigt, ein eigenes Unternehmen zu führen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Der Wunsch, ein eigenes Unternehmen aufzubauen, existierte schon seit meiner Studienzeit: Ich habe Maschinenbau und nachhaltige Energieversorgung in Aachen studiert und war schon früh vom Unternehmertum begeistert. Nach meinem Studium hat mich mein beruflicher Weg zunächst in die Energiebranche geführt, wo ich mich insbesondere mit den Themen Innovationsmanagement, Geschäftsfeldentwicklung und Mobilität befasst habe. Anschließend hat mich mein Weg zu LapID und von dort in die Selbstständigkeit geführt.

Wie kam es zur Geschäftsidee nabemo und was genau verbirgt sich dahinter?

Zu der Geschäftsidee von nabemo bin ich zufällig gekommen – die besten Ideen entstehen ja bekanntlich durch Zufall. Ich habe einen Online-Kurs zum Thema Technologie- und Innovationsmanagement absolviert und ein Bestandteil dieses Kurses war die Entwicklung einer Geschäftsidee von der ersten Idee bis zum fertigen Business-Plan. Am Anfang der Ideenfindung stand die Identifikation eines Problems. Auf dieses Problem bin ich dann bei LapID während einer Recherche zu Anbietern und Lösungen für Corporate Carsharing gestoßen: Die Suche nach eben diesen Anbietern und Lösungen war mühsam und zeitaufwendig. Allgemeine, anbieterunabhängige Informationen gab es kaum. Also habe ich mich gefragt, wie man das Problem lösen kann. Herausgekommen ist nabemo: das erste B2B-Portal für nachhaltige (betriebliche) Mobilität.

Wie bist du auf das Thema „nachhaltige betriebliche Mobilität“ aufmerksam geworden und was fasziniert dich daran?

Das Thema nachhaltige Mobilität – insbesondere Elektromobilität – hat mich bereits im Studium begleitet und sofort fasziniert. Gerade die Mobilität nimmt eine Schlüsselrolle ein, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz geht. Der Verkehrssektor ist nach dem Energiesektor der zweitgrößte Emittent von umweltschädlichen Treibhausgasen – in Deutschland und europaweit.

Doch im Gegensatz zu anderen Sektoren wie Haushalten, der Energiewirtschaft und verarbeitenden Gewerben sowie Baugewerben, wo die CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 insgesamt deutlich gesunken sind, steigen sie im Verkehrssektor – und das, trotz einer Vielzahl von innovativen und nachhaltigen Mobilitätslösungen. Das hat mich nachdenklich gemacht und gleichzeitig meinen Unternehmergeist geweckt. Von da an hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Über meine Tätigkeit bei LapID und die Verbindung zum Schwesterunternehmen INVERS – dem Erfinder des automatisierten Carsharings – hat sich für mich der Kreis zum Thema nachhaltige betriebliche Mobilität geschlossen. Insbesondere Unternehmen haben einen großen Anteil am täglichen Verkehrsaufkommen und den daraus resultierenden CO2-Emissionen – sowohl direkt als auch indirekt. Das fängt beim Pendeln von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an und hört beim Dienstwagen sowie Dienstreisen auf. Somit kann jedes Unternehmen positiv Einfluss auf eine nachhaltige Verkehrswende nehmen.

Wie kann nabemo Unternehmen im Bereich der betrieblichen Mobilität unterstützen?

nabemo hilft Unternehmen und Organisationen digital, einfach und schnell nachhaltige Mobilitätslösungen für jeden Bedarf zu finden. Ganz egal ob für das Pendeln von Mitarbeitern, als Benefit, für Dienstfahrten oder als Angebot für Kunden. Dazu stellen wir auf unserem nabemo-Portal Anbieter- und Produkt-Informationen, Ratgeber-Beiträge und Best-Practice-Beispiele kostenfrei und ohne Registrierung zur Verfügung.

Zusätzlich unterstützen wir Unternehmen bei Analysen des Mobilitätsbedarfs – den eigenen Bedarf zu kennen ist Grundvoraussetzung für nachhaltige Mobilität. Um Unternehmen und Organisationen einen Einstieg in das Thema nachhaltige Mobilität zu geben, haben wir den innovativen nabemo-Check entwickelt.

Was ist der nabemo-Check?

Der nabemo-Check ist ein kostenfreies Online-Tool, mit dem Unternehmen den Status quo der Nachhaltigkeit ihrer betrieblichen Mobilität bestimmen und analysieren können. Er macht nachhaltige Mobilität sichtbar und gibt Aufschluss darüber, in welchen Mobilitätsbereichen ein Unternehmen bereits nachhaltig aufgestellt ist und in welchen es sich noch besser aufstellen kann. Dazu liefert der nabemo-Check wertvolle Impulse und Ideen für die Gestaltung klimafreundlicher betrieblicher Mobilität und für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen. Mit dem optionalen nabemo-Check-Label können Unternehmen zudem Vorbilder werden, indem sie ihre Ergebnisse und das eigene Engagement für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz nach innen und außen kommunizieren.

Welche Aspekte sind dir bei LapID in Bezug auf die betriebliche Mobilität besonders aufgefallen?

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von LapID haben die Möglichkeit, öffentliches Carsharing für Dienstreisen oder auch für das Pendeln zwischen den Firmenstandorten zu nutzen – das ist klasse! Gleichzeitig gibt es auch Poolcar-Sharing am Hauptstandort in Siegen – sogar mit elektrischen Fahrzeugen. Darüber hinaus können Mitarbeiter auf Wunsch ein Elektroauto als Dienstwagen erhalten – das ist leider noch nicht überall selbstverständlich. Hervorheben möchte ich auch, dass es für kurze Dienst- oder Pausenfahrten E-Scooter im Büro gibt. Das macht es einfach, auf das Auto zu verzichten und ist gleichzeitig ein toller Benefit für die Mitarbeiter.

Welche drei Tipps für nachhaltige Mobilität kannst du Unternehmen mit auf den Weg geben?

Tipp 1: Kennt euren Bedarf. Nur wenn man den Überblick über seinen vollständigen Mobilitätsbedarf hat, kann Mobilität wirklich nachhaltig gestaltet werden. Denn ein Kerngedanke von Nachhaltigkeit ist es, nur so viele Ressourcen zu verbrauchen, wie man tatsächlich benötigt. Das schließt die betriebliche Mobilität und das Mobilitätsverhalten ein. Idealerweise gibt es daher Mobilitätsmanager im Unternehmen, welche die betriebliche Mobilität ganzheitlich betrachten und den Mobilitätsbedarf jederzeit im Blick haben.

Tipp 2: Nachhaltige Mobilität ist nicht nur Elektromobilität. Wenn man über das Thema nachhaltige Mobilität spricht, dann spricht man ganz schnell nur noch über Elektromobilität. Ja, diese ist ein wichtiger Baustein für die Erreichung von Klimaschutzzielen. Aber eben nur ein Baustein von vielen. Der öffentliche Verkehr, Radverkehr, geteilte Mobilität und Fahrgemeinschaften fallen bei dem Thema oftmals unter den Tisch. Dabei sind sie die eigentlichen Säulen nachhaltiger Mobilität und genauso wirkungsvoll, wenn nicht wirkungsvoller für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen.

Tipp 3: Nachhaltige Mobilität muss nicht teuer und komplex sein. Die Fahrgemeinschaft ist das beste Beispiel dafür. Sie ist eine einfache und kostengünstige, aber sehr wirksame Möglichkeit für Unternehmen, einen Beitrag zur Reduktion von Verkehrsemissionen und für mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Gleiches gilt auch für Jobräder, Jobtickets oder Carsharing. Bevor Sie also anfangen, den gesamten Fuhrpark auf Elektromobilität umzustellen und Ladesäulen zu errichten, sollten Sie sich diese Alternativen noch einmal anschauen. Möglicherweise können Sie Kosten einsparen und kommen auf das gleiche Ergebnis.

 

Über Pascal Block und nabemo

logo-nabemoPascal Block ist der Gründer und Inhaber von nabemo. In dieser Funktion ist er der erste Ansprechpartner für Unternehmen und Organisationen rund um das Thema nachhaltige Mobilität und entsprechender Mobilitätslösungen. Schon 2013 hat sich Pascal Block mit dem Thema Elektromobilität und Nachhaltigkeit intensiv auseinandergesetzt. Insgesamt verfügt der studierte Ingenieur über 10 Jahre Erfahrungen aus verschiedenen Rollen in der Energie- und Fuhrparkbranche. Studiert hat er Maschinenbau und nachhaltige Energieversorgung an der RWTH Aachen.

nabemo ist ein 2021 gegründetes Start-up mit Sitz in Köln, welches sich der steigenden Herausforderung von nachhaltiger Mobilität annimmt. Die junge Firma hilft Unternehmen und Organisationen dabei, nachhaltige Mobilitätslösungen zu finden und ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Mit seinem digitalen Angebot verfolgt nabemo das ambitionierte Ziel, zur ersten Anlaufstelle von Unternehmen rund um das Thema nachhaltige Mobilität und entsprechender Lösungen zu werden. Mithilfe von ausführlichen Anbieter- und Produkt-Informationen, Ratgeber-Beiträgen und Best-Practice-Beispielen sowie innovativen Lösungen wie dem nabemo-Check(-Label), ist nabemo auf einem guten Weg dahin.

Weitere Infos zu nabemo finden Sie hier.

 

 

 

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Stefanie Effer

Stefanie Effer


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