Zeit- und Kostenfaktor Parkplatzsuche

Die Belastung der Infrastruktur in Innenstädten nimmt aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens immer mehr zu. Die Beanspruchung durch Parkplatzsuchende führt zu erhöhten Emissionen, einem steigenden Lärmaufkommen und einem enormen Zeitverlust.

Eine Studie des Verkehrsdienstleisters Inrix hat sich genau mit dieser Problematik befasst und die Situation von Parksuchverkehr in Innenstädten, die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten, sowie die Vermeidbarkeit durch Nutzung von technischen Informationslösungen untersucht. Befragt wurden Fahrer in 30 Städten in Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Heraus kam, dass Autofahrer in Deutschland durchschnittlich rund 41 Stunden jährlich für die Parkplatzsuche aufbringen müssen. Primär zu Stoßzeiten in den Innenstädten nimmt die Suche nach einem geeigneten Parkplatz viel Zeit in Anspruch. Etwa jede fünfte Fahrt im Wirtschaftsverkehr wird als Fahrt mit verbundener Parkplatzsuche eingeschätzt.

Laut der Studie verpassten 44 Prozent der betroffenen Parkplatzsuchenden einen Termin, da keinerlei Parkmöglichkeit vorhanden war. Beispielsweise in Köln suchen Autofahrer durchschnittlich 60 Stunden pro Jahr nach einer Parkmöglichkeit, wobei sich die volkswirtschaftlichen Kosten auf ca. 1302 Euro belaufen. Diese Kosten setzten sich aus den Opportunitätskosten, den Kosten für den erhöhten Kraftstoffverbrauch, den gesamtwirtschaftlichen Kosten sowie den Parkkosten zusammen.

Nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen ist es ein Kostenfaktor, wenn Dienstwagenfahrer Termine verpassen oder viel Zeit für die Suche nach einem Parkplatz aufbringen müssen.

Mehr Effizienz durch mehr Informationen und digitale Lösungskonzepte

In einer weiteren Studie im Auftrag der Forschungsvereinigung der Automobiltechnik (FAT) wurden außerdem die verfügbaren Parkräume innerhalb Deutschlands untersucht. Hierbei wurde insbesondere geschaut, welche Informationen zum Belegungsstand verfügbar sind. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass in Parkhäusern grundsätzlich gute Informationen zu freien Parkplätzen bereitgestellt werden. Zur öffentlichen Parkplatzsituation hingegen sind nur wenige Informationen verfügbar. So existieren zwar beispielsweise Daten zu verkauften Parkscheinen, genutzt werden diese jedoch kaum. Dies wiederum stellt ein Problem für die Optimierung innerhalb der Verkehrslenkung dar, die von einer Nutzung der Daten zunehmend profitieren würde. Eine Optimierung der Informationsauswertung und Bereitstellung der Ergebnisse würde im günstigsten Falle zu einer erheblichen Reduzierung der Parkplatzsuchzeit führen und gleichzeitig zu einer Kosteneinsparung.

Abhilfe in Sachen Parkplatzsuche bieten heute schon verschiedene Unternehmen wie beispielsweise ampido oder evopark. Das Unternehmen evopark bietet eine Parkkarte mit RFID-Technologie an, die es dem Autofahrer ermöglicht, bargeldlos in verschiedenen Städten Deutschlands in Kooperations-Parkhäusern zu parken. Mithilfe der Smartphone-App von ampido können Autofahrer sich einen Parkplatz reservieren und digital bezahlen. Die Parkplätze werden beispielsweise von Privatpersonen zur Verfügung gestellt und können für bestimmte Zeitfenster gemietet werden.

 

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Carolin Müller

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