Trendurlaub Caravaning: 8 Tipps für einen unbeschwerten Urlaub auf den Straßen

Auch im Fuhrparkmanagement gehört dies wohl zu den schönsten Angelegenheiten überhaupt: Der anstehende Urlaub. Bei durchschnittlich 30 Urlaubstagen im Jahr fällt den Deutschen die Entscheidung nicht immer leicht, wie lange und wohin man in den Urlaub fährt. Viele Urlauber entscheiden sich dann häufig für eine durchorganisierte Flugreise in die Ferne. Aber auch die Reise auf den heimischen Straßen kann Spaß machen. Als echter Trend hat sich in den letzten Jahren das Reisen im Camper herausgestellt. Die besonderen Reize beim sogenannten Caravaning: Freiheit und Flexibilität. Eine Reise mit dem Caravan oder Wohnmobil bedarf meist jedoch einer intensiveren Planung als voll durchorganisierte Pauschalreisen. Mit unseren Tipps ist die Planung für den nächsten Campingurlaub kinderleicht und Sie können entspannt in den Urlaub starten.

Inhaltsverzeichnis:

Tipp 1: Das richtige Fahrzeug wählen

Wenn Sie sich für eine Reise auf Straßen und Campingplätzen entscheiden, stellt sich zunächst die Frage, welches Vehikel für Sie das richtige ist und ob Sie dieses kaufen oder mieten. Welches Mobilheim am geeignetsten ist, hängt in erster Linie von den Rahmenbedingungen und Ihren Vorlieben ab. Wie soll das Vehikel ausgestattet sein? Wie viel Platz wird benötigt? Wie viel Personen reisen mit? Zu welcher Jahreszeit reisen Sie? Wie häufig verreisen Sie mit dem Fahrzeug?

Dazu müssen Sie zunächst wissen, welche Fahrzeugtypen es alles gibt. Wohnmobile bringen häufig schon alles mit, was ein Urlauber braucht – von mehreren Schlafräumen bis hin zur voll ausgestatteten Küche. Caravans, oder auch Wohnwagen genannt, sind dagegen meist etwas spartanischer ausgestattet. Neben diesen beiden Optionen gibt es auch noch Camper, bei denen es sich meist um etwas umgebaute Sprinter-Fahrzeuge handelt. Jedes dieser Fahrzeuge hat seine Vor- und Nachteile. Während man mit Wohnmobil oder Wohnwagen immer sein ganzes Hab und Gut herumfährt, kann es angenehmer sein, den Wohnwagen auf dem Campingplatz abzustellen und die Gegend mit dem Auto zu erkunden. So gibt es beispielsweise wenige Probleme bei der Parkplatzsuche.

Als Einsteiger ergibt es natürlich Sinn, erst einmal einen Wohnwagen, Wohnmobil oder einen Camper zu mieten. So können Sie diese Art von Urlaub austesten und gehen kein großes Risiko ein. Sobald Sie ein mobiles Wohnheim kaufen, müssen Sie einen Abstellort organisieren, regelmäßig Steuern zahlen, sich selbst um Wartungen und Untersuchungen kümmern usw. Bei häufigen Urlauben mit dem Caravan stellt sich der Kauf sogar meist als kostengünstiger heraus. Jedoch auch beim Mieten sollten Sie wachsam bleiben. Schauen Sie sich die angebotenen Konditionen genau an und vergleichen Sie. Der Teufel steckt hier häufig im Detail.

Tipp 2: Achten Sie auf die Führerscheinklasse

Was viele Neulinge beim Caravaning häufig aus dem Blick lassen, ist die benötigte Führerscheinklasse. Sie spielt sowohl bei der Miete als auch beim Kauf eine wichtige Rolle. Während die alte Führerscheinklasse 3 beispielsweise noch dazu berechtigt, ein Wohnwagen oder Wohnmobil fahren zu können, dürfen Fahrer mit neuen Führerscheinen (nach 1998) dies nicht. Denn die Führerscheinklasse B berechtigt nur dazu ein Fahrzeug mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 Tonnen zu bewegen. Je nach Größe des mobilen Wohnheims könnte dies problematisch werden. Abhilfe schaffen da entsprechende Schulungen, um die Fahrerlaubnis zu erweitern.

Unabhängig davon sollten Sie auch immer darauf achten, dass Ihr Führerschein während der gesamten Reise gültig ist. Alte Führerscheine haben zwar noch kein Gültigkeitsdatum, aber diese müssen spätestens bis Anfang 2033 durch eine neuere Führerscheingeneration ersetzt werden. Diese neuen Führerscheine ab 2013 sind bereits mit einer befristeten Gültigkeit gekennzeichnet.

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Tipp 3: Frühzeitig planen und buchen

Sie sollten Ihren Campingurlaub rechtzeitig planen und buchen, um böse Überraschungen kurz vor der Abfahrt zu vermeiden. Da Caravan- und Wohnwagenurlaube immer beliebter werden, sollten Sie sich zeitnah um ein Mietobjekt kümmern. Ähnlich sieht es mit Campingplätzen aus. Diese sind besonders rar und meist ein gutes Jahr vor dem geplanten Urlaub ausgebucht.

Wenn Sie ein geeignetes Fahrzeug gefunden haben, prüfen Sie es zunächst entsprechend auf Mängel. Im Falle einer Vermietung macht das natürlich der Vermieter oder Sie spätestens vor der Übergabe des Wagens. Doch auch hier empfiehlt es sich darauf zu achten, ob Wartungen eingehalten wurden, um unterwegs nicht von vermeidbaren Probleme überrumpelt zu werden. Haben Sie sich ein Wohnwagen oder –mobil gekauft, sind Sie als Halter sowieso zur regelmäßigen Überprüfung durch Fachpersonal, beispielsweise im Rahmen der verantwortlich. 

Tipp 4: Testen Sie Ihr mobiles Heim vor dem Urlaub

Gerade wenn Sie mit einem Ihnen noch unbekannten Vehikel in den Urlaub starten möchten, ist es sinnvoll dieses im Vorfeld zu testen. Auch wenn Wohnmobile und Co. normalen PKW im Grunde gleichen, sollten Sie sicherstellen, wie das Fahrzeug beispielsweise ausschert, was es für einen Wendekreis hat, wie es sich bei Anstiegen verhält und wie lange der Bremsweg ist. Je beladener ein Fahrzeug ist, umso verzögerter ist die Bremswirkung. Das Testen bezieht sich jedoch nicht nur auf die Fahrfunktionen. Auch ein Probeübernachten kann Sie besser darauf vorbereiten, was Ihnen in den nächsten Wochen bevorsteht. Ist genügend Platz vorhanden? Klappen Alltagsabläufe wie Kochen, Duschen, Waschen etc.?

Tipp 5: Auf Regentage und Wartezeiten vorbereiten

Insbesondere bei Campingreisen können andauernde Regentage unangenehm werden. Da die mobilen Wohnheime längst nicht so groß sind, wie eine normale Behausung, verlagern sich viele Aktivitäten ins Freie. Häufig nutzt man die Fläche vor und um das Fahrzeug zum Trocknen von Sachen. Auch Kochen und Essen wird oftmals im Freien erledigt. Regnet es im Urlaub viel und durchgehend ist dann Kreativität gefragt. Versuchen Sie also möglichst Ordnung in Ihrem Fahrzeug zu bewahren, um diese Aktivitäten im Notfall nach drinnen verlegen zu können. Bei Reisen mit Kindern sind Spiele, Malbücher oder ähnliches hilfreich, um sie an Regentagen zu beschäftigen. Ähnliches gilt für Staus oder Wartezeiten vor überfüllten Campingplätzen. Haben Sie sich auf der Reise spontan für einen Campingplatz entschieden, kann es vorkommen, dass Sie längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Diese können von einigen Stunden in der Schlange vor dem Campingplatz bis hin zu mehreren Tagen auf dafür vorgesehenen Parkplätze außerhalb des Platzes andauern. Hier ist es also ratsam, genügend Beschäftigung und Vorräte mitzunehmen. Die Waschräume dürfen von den Wartenden hingegen meist mit benutzt werden.

Tipp 6: Auch am Campingplatz gibt es Regeln

Auch wenn viele Caravan-Urlauber besonders die Flexibilität und die Freiheit zu schätzen wissen, muss bedacht werden, dass auch auf Campingplätzen Regeln gelten. Neben Ruhe- und Öffnungszeiten, beispielsweise von Waschhäusern oder Haupteingängen, gelten auf einigen Campingplätzen aber auch eine Kleiderordnung oder strenge Mülltrennung. Zudem kann es auch temporäre Verbote geben, an die Sie sich unbedingt halten sollen, wenn sie weitreichendere Konsequenzen vermeiden wollen. An heißen und trockenen Tage beispielsweise kann, aufgrund der Waldbrandgefahr, ein vorrübergehendes Grillverbot ausgesprochen werden. Hält man sich nicht daran, kann es nicht nur gefährlich werden, sondern auch teuer. In vielen Ländern wird der Verstoß mit hohen Strafen geahndet.

Tipp 7: Regelmäßig Wasser- und Abflusstanks überprüfen

Sind Sie mit einem Fahrzeug, welches über einen Waschraum oder eine Spüle verfügt, an verschiedenen Orten unterwegs, empfiehlt es sich, regelmäßig den Stand der Tanks zu überprüfen. Einmal zu viel auf der Toilette gewesen, erwartet Sie möglicherweise eine böse Überraschung. Nicht jeder Stellplatz verfügt über einen direkten Abflussanschluss. Häufig gibt es auf den Campingplätzen zentrale Entsorgungsstationen, die Sie unbedingt ansteuern sollten. Planen Sie dafür genügend Zeit ein, da auch dort Warteschlangen entstehen können. Doch nicht jeder Campingplatz verfügt überhaupt über Entsorgungsmöglichkeiten, weshalb Sie den Tank lieber einmal häufiger leeren sollten als zu wenig. 

Tipp 8: Weniger ist mehr

Wie bei jeder Reise sollten Sie sich gut überlegen, was Sie wirklich im Urlaub benötigen. Tendenziell nehmen Urlauber nämlich immer mehr mit als sie überhaupt benötigen. Und das gilt auch für den Campingurlaub. Während volle Frischwassertanks, Campingmöbel, Fahrräder oder eine Markise häufig unverzichtbar sind, sollten Sie sich überlegen, ob es in diesem Jahr nicht ein paar Klamotten weniger sein dürfen. Je mehr Sie Zuhause lassen, desto mehr Platz haben Sie unterwegs und sparen dabei sogar noch Geld. Denn bei zu schwer beladenen Wohnwagen drohen Bußgelder.

Die Höhe des Bußgeldes richtet sich an der prozentualen Überladung des Fahrzeugs. In Deutschland können die Geldstrafen so bis zu 235 Euro reichen. Im Ausland ist es sogar deutlich teurer. Da können die Bußgelder schnell mal eine vierstellige Summe erreichen.

Allerdings drohen bei überladenen Fahrzeugen nicht nur saftige Geldstrafen. Auch die Unfallgefahr steigt und Sie könnten im schlimmsten Fall Probleme mit Ihrer Versicherung bekommen. Zudem könnte die Polizei Ihren Urlaub ganz schnell beenden. Zu schwere Fahrzeuge dürfen stillgelegt werden oder Ihnen wird ein Ort für die Entladung angeordnet. 

Benötigen Sie dennoch ein höheres Gesamtgewicht, kann die Auflastung beispielsweise beim TÜV oder bei einer DEKRA Niederlassung beantragt werden. Dadurch erhöhen sich jedoch auch Steuern und Mautabgaben.

Unser Tipp: Überladen Sie Ihren Caravan oder Camper nicht und wiegen ihn vorher bei einer Spedition oder auf der Deponie. So sparen Sie sich die Bußgelder und haben mehr in der Urlaubskasse.

 

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