Punkteabbau & Präventionsmaßnahmen

Je häufiger Dienstwagenfahrer unterwegs sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg ansammeln können. Nicht nur schwerwiegende Vergehen, sondern auch mehrere, kleinere Unachtsamkeiten können dazu führen, dass der Entzug der Fahrerlaubnis droht. Dazu zählen neben überhöhter Geschwindigkeit zum Beispiel die Missachtung von Vorschriftszeichen, rechtswidriges Verhalten am Bahnübergang, defekte Beleuchtung am Fahrzeug sowie das Missachten von Park- oder Halteverboten, was zur Behinderung von Rettungsfahrzeugen führt. Diese und weitere Vergehen werden mit einem Punkt im Verkehrszentralregister geahndet. Durch verschiedene Präventionsmaßnahmen kann das Fuhrparkmanagement dazu beitragen Punkte zu reduzieren.

Fahreignungsseminar zum Punkteabbau

Hat der Dienstwagenfahrer bis zu fünf Punkte im Verkehrszentralregister, kann die Punkteanzahl durch die Teilnahme an einem freiwilligen Fahreignungsseminar reduziert werden. Das Seminar besteht aus verkehrspädagogischen und verkehrspsychologischen Teilmaßnahmen und vermittelt Kenntnisse zum Straßenverkehrsrecht, zum verkehrssicheren Verhalten und enthält eine Analyse des Fahrverhaltens mit dem Ziel dieses im Sinne der Verkehrssicherheit zu korrigieren.

Mit der Teilnahme an einem Fahreignungsseminar kann ein Punkt abgebaut werden. Die Teilnahme an einem solchen Seminar ist alle fünf Jahre möglich, da Punkte nur einmal in fünf Jahren abgebaut werden können. Informationen zur Durchführung von Fahreignungsseminaren stellt das jeweils zuständige Straßenverkehrsamt zur Verfügung. Die Kosten für die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar liegen zwischen 300 und 600 Euro, je nach Region und Anbieter.

Eine andere Möglichkeit zum Abbau von Punkten im Verkehrszentralregister besteht nicht. Aus diesem Grund sind Präventionsmaßnahmen von besonderer Bedeutung.

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Präventionsmaßnahmen

Neben der Möglichkeit zum Abbau bereits angesammelter Punkte besteht natürlich auch die Option,  die Mitarbeiter im Vorfeld aufzuklären und zu unterweisen, um so eine mögliche Ansammlung von Punkten zu minimieren. Werden Dienstwagenfahrer beispielsweise regelmäßig über aktuelle Richtlinien im Straßenverkehr unterrichtet, sinkt das Risiko von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, die zu Punkten im Verkehrszentralregister führen.

Die Fahrerunterweisung stellt hier eine mögliche Präventionsmaßnahme dar. Dienstwagenfahrer sind im Rahmen der Halterhaftung regelmäßig zu unterweisen. Im Rahmen der Fahrerunterweisung gemäß DGUV Vorschrift 70 werden Verhaltensweisen vor und während der Fahrt, die notwendige Sicherheitsausrüstung, das Verhalten bei unvorhergesehenen Ereignissen sowie Verantwortlichkeiten und sonstige Regelungen zum Umgang mit dem Dienstfahrzeug thematisiert.

Eine weitere Möglichkeit der Prävention ist die Incentivierung (Mitarbeitern Anreize schaffen) von verkehrssicherem Verhalten. Haben Fahrer nachweislich innerhalb eines definierten Zeitraums keine Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten im Rahmen von Verkehrsverstößen begangen, können Belohnungen für verkehrssicheres Verhalten langfristig dazu beitragen, dass keine Punkte gesammelt werden.

Gibt es bereits Punkte, ist es wichtig einen Überblick über die Verjährungsfristen zu behalten und den Fahrer darüber in Kenntnis zu setzen, welche Verstöße zu einem Entzug der Fahrerlaubnis führen können. Regelmäßige Gespräche mit den Fahrern über den aktuellen Punktestand sind demnach ebenfalls ratsam um für den Fall Gegenmaßnahmen wie ein Fahreignungsseminar zu ergreifen.

Punktelöschung

Grundsätzlich gelten für die verschiedenen Verkehrsverstöße unterschiedliche Verjährungsfristen. Sind diese Fristen abgelaufen, werden die Punkte automatisch gelöscht.

  • Ordnungswidrigkeiten mit 1 Punkt à 2,5 Jahre
  • Ordnungswidrigkeiten mit 2 Punkten à 5 Jahre
  • Straftaten mit 2 Punkten à 5 Jahre
  • Straftaten mit 3 Punkten à 10 Jahre

 

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